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WhatsApp-Spam: Falsche Gewinn-Gutscheine locken in die Falle

Online-Betrug  

Falsche Gutscheine locken WhatsApp-Nutzer in die Falle

23.08.2016, 07:10 Uhr | t-online.de

WhatsApp-Spam: Falsche Gewinn-Gutscheine locken in die Falle. Der WhatsApp Nachrichtendienst wird für eine Gutschein-Masche missbraucht. (Quelle: imago/Sven Simon)

Der WhatsApp Nachrichtendienst wird für eine Gutschein-Masche missbraucht. (Quelle: imago/Sven Simon)

Über WhatsApp machen derzeit Kettenbriefe die Runde, die ihre Opfer mit Einkaufsgutscheinen ködern: Zum angeblichen Jahrestag werden darin hohe Summen versprochen. Als Absender treten bekannte Ladenketten wie H&M, C&A, Discounter wie Lidl und Netto oder auch Aral-Tankstellen auf. Dahinter steckt wie so häufig eine Abzock-Masche.

Die Nachricht wird via WhatsApp versendet, die wiederum von einem gutgläubigen Freund aus der Kontaktliste stammt. Die Nachrichten haben immer den selben Wortlaut: "Sie feiern ihren Jahrestag. Ich glaube, es ist ein beschränktes Angebot", berichtet das Portal "mimikama.at". Neben einem dreistelligen Betrag ist eine Webadresse zu sehen.

Falscher Gutschein soll verbreitet werden

Stutzig sollten Nutzer nicht nur wegen der im holprigen Deutsch verfassten Adresse werden. Mit ein bisschen Recherche lässt sich leicht herausfinden, ob das angeführte Unternehmen tatsächlich ein Jubiläum feiert.

Wer dennoch dem Link folgt, landet auf einer Internetseite, die ihm zum Gutschein gratuliert. Allerdings müssen noch drei Fragen beantwortet werden, um den Gewinn zu erhalten. Ist das erledigt, muss der "Gewinner" den Link zur Umfrage zusätzlich an eine Auswahl seiner WhatsApp-Kontakte senden. So schaffen es die dubiosen Anbieter, dass sich diese Nachricht weiter verbreitet.

Betrüger sind meist Datensammler

Wer hinter diesen Seiten steckt, ist unklar – oft ändern sich die Zielseiten innerhalb kurzer Zeit. Im besten Fall dürfte es sich wie so häufig um Datensammler handeln, der zusätzlich mit Werbeeinblendungen Kasse macht.

Die erbeuteten Daten können an Datenhändler verkauft werden, Namen und E-Mail-Adressen lassen sich für Spammails oder weitere betrügerische Aktionen missbrauchen. Das muss nicht alles sein: Da die Zielseiten im Laufe der Zeit ausgetauscht werden, ist es auch durchaus möglich, bei einem unseriösen Abo-Anbieter zu landen.

Sollten Sie auf ein dubioses Angebot reingefallen sein, erfahren Sie in unserem Abo-Fallen-Ratgeber, erfahren Sie in unserem Abo-Fallen-Ratgeber, wie Sie sich gegen ein unberechtigtes Abo wehren.

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