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E-Mail-Betrüger festgesetzt: US-Polizei verhaftet "nigerianischen Prinzen"

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E-Mail-Betrüger festgesetzt  

US-Polizei verhaftet "nigerianischen Prinzen"

02.01.2018, 18:17 Uhr | Martin Roy, AP, t-online.de, str

E-Mail-Betrüger festgesetzt: US-Polizei verhaftet "nigerianischen Prinzen". Die Künstliche Intelligenz des Projekts "Re:Scam" soll E-Mail Betrüger in die Flucht schlagen.  (Quelle: Hersteller/Netsafe)

Die Künstliche Intelligenz des Projekts "Re:Scam" soll E-Mail-Betrüger in die Flucht schlagen. (Quelle: Netsafe/Hersteller)

Ermittler in den USA haben einen wichtigen Mittelsmann hinter der berühmten E-Mail-Betrugsmasche mit dem "nigerianischen Prinzen" verhaftet. Der Mann ist weder ein Prinz, noch aus Nigeria. Aber er hat Kontakte in das afrikanische Land. 

In Spam-Mails versprechen sie dem Empfänger Reichtum und ergaunern so erst die persönlichen Daten und dann das Geld ihrer Opfer: Die Story von dem "nigerianischen Prinzen" ist eine der ältesten E-Mail-Betrugsmaschen der Welt. Jetzt hat die Polizei von Slidell in New Orleans einen Drahtzieher eines solchen "Scammer-Netzwerks" ausfindig gemacht und festgenommen. 

Der 67-Jährige steht einem Bericht des "New Orleans Advocate" zufolge im Verdacht, mit Betrügern in Nigeria zusammengearbeitet zu haben. Die Bande machte ihren Opfern in massenhaft verschickten E-Mails weis, ein nigerianischer Prinz habe ihnen ein Millionenerbe hinterlassen. Um das Erbe anzutreten, müssten sie aber ihre Identität bestätigen und ihre Kontoinformationen preis geben. Diese Daten wurden dann genutzt, um Opfern Geld abzunehmen.

Der jetzt festgenommene Mann soll an Hunderten solcher betrügerischen E-Mails beteiligt gewesen sein und ergaunertes Geld an Komplizen in Nigeria überwiesen haben. Ihm werden 269 Fälle von Online-Betrug sowie Geldwäsche vorgeworfen. Der Verhaftung war eine 18-monatige Ermittlung voran gegangen.

Die Phishing-Betrüger machen Millionen-Umsatz

Der "Nigeria-Trick" ist zwar schon seit mehr als 20 Jahren bekannt. Doch immer noch fallen Menschen auf Variationen der Masche herein. Allein in den USA erbeuten E-Mail-Betrüger Jahr für Jahr mehrere Millionen US-Dollar. Das legt jedenfalls eine Pressemitteilung der Polizei von New Orleans nahe, aus der eine Lokalzeitung zitiert. 

Die meisten Empfänger durchschauen die Masche zwar und löschen Betrugsmails meist unbeantwortet. Dennoch: Wenn von hunderttausenden Empfängern nur einer leichtgläubig genug ist und seine Kontodaten preisgibt oder Geld überweist, rechnet sich dies für die Betrüger bereits. 

Re:Scam: Eine "Beschäftigungstherapie" für Betrüger

Vielleicht könnte eine effektive Gegenwehr also gerade in dem Beantworten von betrügerischen E-Mails liegen. Diesen Weg wählt die Organisation "Netsafe" aus Neuseeland und startete im November 2017 das Chatbot-Programm "Re:Scam", das E-Mail-Betrüger mit ihren eigenen Waffen schlagen sollte. Die Künstliche Intelligenz imitierte nämlich die Opfer, gaukelte Interesse vor und verwickelte die Betrüger in sinnlose und endlose E-Mail-Konversationen. 

Wer mutmaßliche Betrugs-Mails in seinem Postfach vorfindet, kann diese einfach an das Projekt Re:Scam (E-Mail-Adresse: me@rescam.org) weiterleiten und damit helfen, die KI zu schulen. 

Laut einem Bericht des "Guardian" erhielt Re:Scam allein in den ersten 24 Stunden 6000 Mails und führte 1000 Gespräche mit Betrügern. Die längste Konversation dauerte 20 Mails. Die Highlights aus den Gesprächen wurden in einem Twitter-Account veröffentlicht. 

Auf das Angebot, man sei auserwählt worden, dem Geheimbund der "Illuminati" beizutreten, antwortete der Chat-Bot dann zum Beispiel mit der Frage: "Gibt es in eurem Club auch Bingo-Abende?" Mit solchen Detailfragen und Banalitäten hielt die KI die Betrüger so lange hin, bis diese frustriert aufgaben. Den Tätern sollte das wertvolle Zeit rauben und sie von "echten" Opfern fern halten. 

Seit dem 18. Dezember "schläft" die KI - sie wurde für Wartungsarbeiten vom Netz genommen. Die erste Bilanz fällt positiv aus: In nur einem Monat hatte der Chatbot mehr als 500.000 Mails an Kriminelle verschickt. Die Betrüger hätte das insgesamt mehr als fünf Jahre Zeit gekostet. Die Unterhaltungen sollen jetzt ausgewertet werden, um neue "Waffen" gegen weltweite Betrüger-Netzwerke zu entwickeln. 

Quellen:

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