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Studie: So viel Kryptogeld wird von Hackern geklaut

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Studie von Ernst & Young  

Krypto-Investoren werden systematisch beklaut

23.01.2018, 21:20 Uhr | AS, t-online.de, rtr

Studie: So viel Kryptogeld wird von Hackern geklaut. Ein Krypto-Miner bei der Arbeit (Quelle: imago/Vyacheslav Prokofyev/TASS)

Ein Krypto-Miner bei der Arbeit: Das virtuelle Geld wie zum Beispiel Ethereum wird unter hohem Rechenaufwand geschaffen. (Quelle: Vyacheslav Prokofyev/TASS/imago)

Bei der Ausgabe neuer virtueller Währungen wird Investoren im Schnitt mehr als zehn Prozent ihres Kapitals gestohlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young.

Die Kryptowährung Bitcoin ist nach einer aufsehenerregenden Kursrallye mittlerweile fast jedem ein Begriff. Doch in ihrem Schatten sind bereits mehr als 1.300 weitere virtuelle Währungen entstanden. Am Anfang stehen dabei oft sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs). Man kann es sich vorstellen wie einen virtuellen Börsengang. Investoren kaufen den Gründern jedoch keine Unternehmensanteile ab, sondern Einheiten der digitalen Währung (Tokens). Viele Startups nutzen diese Möglichkeit als eine Art Crowdfunding-Methode: Von dem eingesammelten Geld finanzieren sie weitere IT-Projekte. 

Genau bei diesem Prozess kommt aber eine Menge Geld abhanden, hat die Unternehmensberatung Ernst & Young nun festgestellt. Dabei wurden 372 dieser ICOs untersucht, bei denen insgesamt 3,7 Milliarden Dollar eingesammelt wurden. Rund 400 Million Dollar sind während dieser Investments verloren gegangen – meist durch Hacker-Angriffe.

DDoS-Angriffe und Phishing

Die Angreifer starten zum Beispiel sogenannte "Denial of Service"- oder "DDos"-Attacken, um die IT-Infrastruktur zu überlasten und Webseiten zum Absturz zu bringen. Daraufhin schalten die Betrüger eine eigene Webseite, wo man angeblich Einheiten der Kryptowährungen kaufen kann. Diese gefälschte Webseiten werden über Foren und Social Media verbreitet, ähnlich wie beim „Phishing“. Sehen die Seiten einigermaßen seriös aus, finden sich schnell Risikoinvestoren, die dort ihr Geld lassen.

Das Geschäft mit den digitalen Währungen ist ein sehr schnelllebiges. Nach der fulminanten Entwicklung des Bitcoin möchte jeder so schnell und so billig wie möglich auf den „nächsten Bitcoin“ aufspringen. Gern wird auch von FOMO („Fear of missing out“) gesprochen, also der Angst etwas zu verpassen.

Der Markt ist chaotisch, hektisch und vor allem unreguliert. Das macht viele Anleger leichtsinnig. Gerade erst rief die Ankündigung der Kryptowährung „Gram“ von den Entwicklern des Messengers „Telegram“ viele Betrüger auf den Plan. Kaum hatten die Brüder Durow die Währung detailreich angekündigt, wurden schon Webseiten geschalten, die angebliche Gram-Tokens anboten.

Regularien für ICOs gefordert

Bisher gibt es keine Regeln, welche Informationen die Entwickler und Anbieter neuer Kryptowährungen in ihrem Verkaufsprospekt, "White Paper" genannt, veröffentlichen müssen. "Wir waren schockiert über die Qualität einiger White Paper", sagte Paul Brody, Experte bei Ernst & Young für die Blockchain-Technologie, auf der Bitcoin und Co. basieren.

Außerdem gebe es Interessenskonflikte zwischen den Emittenten und Haltern der Digital-Devisen. In einigen Fällen stießen die Verfasser der Studie auch auf Falsch-Informationen. So schließe beispielsweise ein White Paper die Ausgabe weiterer Anteile der zugehörigen virtuellen Währung aus, während in der Software eine Möglichkeit hierfür vorgesehen sei. 

Durch die Unübersichtlichkeit des Marktes, ist es außerdem sehr schwer, Diebstähle zu verhindern. So empfiehlt die Studie von Ernst & Young, dass transparente einheitliche Regularien für ICOs geschaffen werden müssen, ähnlich wie bei Börsengängen. China erspart sich diesen Ärger: Dort sind ICOs bereits verboten. 

Quellen und weitere Informationen:
- Ernst & Young Studie
- eigene Recherche

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