Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Medien: Hacker wollten Dokumente aus dem Außenministerium

...

Medienberichte  

Hacker wollten an Dokumente aus dem Außenministerium

04.03.2018, 17:47 Uhr | Sebastian Engel, dpa-AFX

Medien: Hacker wollten Dokumente aus dem Außenministerium. Auswärtiges Amt (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)

Auswärtiges Amt: Die Angreifer auf das Datennetz des Bundes hatten es laut Zeitungsberichten auf Dokumente aus einer Abteilung im Außenministerium abgesehen. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Vieles rund um die digitale Attacke gegen das Datennetz des Bundes liegt noch im Nebel. Berichten zufolge hatten die Angreifer Unterlagen aus dem Auswärtigen Amt im Visier – und konnten auch mehrere abgreifen.

Der Hacker-Angriff auf die Bundesregierung war Medienberichten zufolge eine gezielte Attacke auf das Referat für Russland und Osteuropa im Auswärtigen Amt. Den Angreifern sei es gelungen, dort eine einstellige Zahl von Dokumenten zu kapern, meldete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Es handele sich um geringe Datenmengen, weshalb die Firewall nicht Alarm geschlagen habe.

Nach Informationen der  "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" manipulierten die Angreifer bereits vor rund zwei Jahren eine Lernplattform auf der Internetseite der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung mit Spionagesoftware. 

Die Akademie mit Sitz in Brühl bietet Verwaltungsmitarbeitern des Bundes Fortbildungen an, die als Internetkurse gebucht werden können. Die elektronischen Unterlagen eines Fernkurses für Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes seien dabei gezielt mit Spionagesoftware manipuliert worden. Entdeckt wurde die Spionagesoftware demzufolge erst nach einem Hinweis befreundeter Nachrichtendienste.

Das Innenministerium sucht nach dem Informanten

Der Angriff auf das Datennetz des Bundes war Mitte der Woche publik geworden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll hinter der Attacke eine unter dem Namen "Snake" (deutsch: Schlange) bekannte russische Hackergruppe stecken. Computerexperten sagen den Cyberspionen Verbindungen zu russischen Geheimdiensten nach. Die Bundesanwaltschaft leitete Vorermittlungen wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit gegen unbekannt ein. 

Nach Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" war der Angriff offenbar Teil einer weltweiten Hacker-Attacke, von der auch Staaten in Skandinavien, Südamerika, die Ukraine und ehemalige Sowjetstaaten betroffen sein sollen. Zudem meldet der Rechercheverbund, der Trojaner im deutschen Regierungsnetz sei auf insgesamt 17 Rechnern aktiv gewesen. Das Innenministerium sucht nach dem Bekanntwerden des Angriffs nach der möglichen undichten Stelle in den eigenen Reihen.

Sind die Behörden ausreichend gegen Angriffe geschützt?

Innenpolitiker der großen Koalition werfen die Frage auf, ob sich die Regierung bei so einem Angriff hinreichend wehren kann. "Ich befürchte, die meisten Länder sind bei der Abwehr komplexer Cyberattacken überfordert", sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Burkhard Lischka, der "F.A.S." 

"Wenn Daten abfließen, dürfen wir sie dann auf dem angreifenden Server löschen? Darf im Notfall sogar der fremde Server zerstört werden? Dafür brauchen wir eine klare gesetzliche Grundlage. Die SPD ist gesprächsbereit, um das Grundgesetz zu ändern." Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), äußerte sich zurückhaltender: "Über eine Änderung des Grundgesetzes kann man reden, sie wäre aber erst der letzte Schritt."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
NIVEA MEN: unkomplizierte Pflege für moderne Männer
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018