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Deutschland ist das Top-Ziel für Spam-Betrüger

Von t-online, avr

30.04.2019Lesedauer: 2 Min.
Eine Frau an einem Rechner (Symbolbild): Deutsche waren 2018 besonders stark von Spam- oder Phishing-Angriffen betroffen.
Eine Frau an einem Rechner (Symbolbild): Deutsche waren 2018 besonders stark von Spam- oder Phishing-Angriffen betroffen. (Quelle: fizkes/getty-images-bilder)
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2018 bestand etwa die Hälfte des weltweiten Mail-Verkehrs aus Spam. Deutschland gehört dabei zu den Top-Verteilerländern – und auch dem beliebtesten Angriffsziel für Kriminelle.

Wenn es um Spam- oder Phishing-Angriffe geht, gehörten deutsche Nutzer 2018 zu den Top-Zielen von Kriminellen. Etwa 12 Prozent aller Angriffe weltweit gingen gegen User in der Bundesrepublik. Das berichtet der Anti-Viren-Hersteller Kaspersky.


Typische Spam-Mails und Phishing-Versuche von 2018

Laut dem Anti-Viren-hersteller Kaspersky nutzen Kriminelle 2018 verschieden Ereignisse, um Spam- und Phishings-Mails zu verbreiten. Beispielsweise die europäische Datenschutzgrundverordnung.
... oder die Fußball-Weltmeisterschaft 2018.
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Gleichzeitig nennt Kaspersky auch die Top-Verteilerländer von Spam-Nachrichten. 2018 kommen 11,7 Prozent aller Spam-Mails aus China. Auf Platz zwei folgen die USA mit neun Prozent. Deutschland rangiert in der Kaspersky-Liste auf Platz 3: 7,2 Prozent aller Spam-Mails im Jahr 2018 stammen aus der Bundesrepublik. Laut dem Unternehmen betrug der Anteil an Spam am weltweiten E-Mail-Verkehr 52,48 Prozent.

Was sind Spam und Phishing?

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Spam-Mails sind unerwünschte Nachrichten, die meist Werbung enthalten. In manchen Fällen verstecken Kriminelle aber auch Schadsoftware im Anhang der Mail, beispielsweise in Form eines Word-Dokuments. Wer den Anhang öffnet, infiziert seinen Rechner. Kaspersky nennt als am meisten verbreitete Schadsoftware "Exploit.Win32.CVE-2017-11882". Die Schadsoftware nutzt eine Lücke in Office, um einen beliebigen Code auf dem Rechner auszuführen. Beispielsweise könnte sie Dateien sperren und Nutzer auffordern, Lösegeld in Form von Bitcoin zu zahlen.

Phishing-Mails werden meist im Namen bekannter Firmen wie Amazon oder einer Bank verschickt. Sie versuchen, Nutzer auf eine gefälschte Seite zu locken, wo sie Anmeldedaten eingeben müssen. Auf diese Weise landen die Informationen bei Kriminellen. Wie Sie Phishing-Mails erkennen und was Sie tun müssen, wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind, lesen Sie in diesem Artikel.

Wir haben zudem in einem Quiz typische Beispiele für eine Phishing-Mail zusammengetragen. Hier können Sie Ihre Kenntnisse testen.

Kriminelle missbrauchten wichtige Ereignisse

Um Spam und Phishing zu verbreiten, nutzen Kriminelle laut Kaspersky gerne aktuelle Ereignisse. So waren zu Beginn des Jahres 2018 vor allem Phishing-Versuche rund um die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Umlauf. Kriminelle verschickten beispielsweise Mails im Namen von PayPal und gaben an, dass Nutzer wegen der DSGVO ihre Daten aktualisieren müssen. Mehr Information dazu finden sie hier.

Auch die Fußball-Weltmeisterschaft, die Veröffentlichung der neuen iPhones oder Kryptowährungen wurden genutzt, um Spam- und Phishing-Mails zu verbreiten. In unserer Fotoshow finden Sie Beispiele für typische Spam-Mails und Phishing-Versuche von 2018.

Nachrichten über WhatsApp oder soziale Medien

Kaspersky berichtet zudem von zunehmenden Angriffen gegen Universitäten. Kriminelle versuchen dabei an Forschungsberichte und sensible Daten zu kommen. Kaspersky nennt als besonders kritisch den Diebstahl von Millionen Dokumenten – darunter Forschungen zu Atomenergie – von mehreren britischen Universitäten.

Auch nutzen Kriminelle verstärkt soziale Medien oder Messenger, um Phishing-Mails zu verbreiten. In diesem Artikel finden Sie mehr Informationen zu Betrugsversuchen auf Facebook.

Im Falle von Phishing-Versuchen per WhatsApp geben Kriminelle gerne vor, dass das WhatsApp-Abo in Zukunft ablaufen wird. WhatsApp ist aber dauerhaft kostenlos, ein Abo ist nicht notwendig.

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