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Diese Psycho-Tricks machen Phishing so gefährlich

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 22.08.2019Lesedauer: 2 Min.
Ein Mann sitzt vor einem Bürorechner: Phishing-Mails versuchen die Nutzer mit Emotionen auszutricksen.
Ein Mann sitzt vor einem Bürorechner: Phishing-Mails versuchen die Nutzer mit Emotionen auszutricksen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Ein unbekannter Cousin in Afrika bittet um finanzielle Hilfe. Klar, die E-Mail entlarvt man als Betrug. Doch so plump läuft Phishing nicht immer ab. Das sind die Maschen der Kriminellen.

Mit raffiniert gefälschten E-Mails versuchen Betrüger, Internetnutzern sensible Daten zu entlocken. Um sich gegen das sogenannte Phishing zu schützen, sollte man sich nicht nur auf seinen Verstand verlassen. Denn wenn man beispielsweise gut drauf und nicht gestresst ist, erkennt man Betrug eher seltener, berichtet die Fachzeitschrift "Technology Review".


Vorsicht vor diesen Betrugsversuchen im August

Phishing-Nachrichten verbreiten Schadsoftware oder fragen Nutzerdaten ab. Nicht immer sind sie einfach zu erkennen. Vor allem in Deutschland ist das Spam-Problem groß, zeigt eine Analyse. Auf der Suche nach Opfern ändern die Täter häufig ihre Strategie. Hier warnen wir vor aktuellen Betrugsfällen im August.
Betrüger verschicken derzeit Mails im Namen der Telekom. In der Nachricht werden Nutzer informiert, dass die Telekom eine Aufforderung erhalten habe, das E-Mail-Konto zu schließen. Wer das verhindern will, soll einem Link in der Mail folgen. Wie "Mimimkama.at" berichtet, handelt es sich aber um einen Phishing-Versuch. Wer dem Link in der Nachricht folgt, dem droht der Verlust der Daten.
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Zwei-Faktor-Authentifizierung als effektivster Schutz

Deshalb schützt man seine Onlinekonten, wenn es möglich ist, besser immer mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Dadurch reicht ein Passwort allein noch nicht aus, damit sich Phishing-Betrüger bei einem entsprechend geschützten Konto anmelden können. Dafür benötigt man nämlich einen zweiten Code, der einem etwa über eine spezielle App oder per SMS geschickt wird. Am sichersten sind dem Bericht zufolge physische Sicherheitsschlüssel, etwa auf USB-Sticks.

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Warum aber macht gute Laune eher anfällig für Betrug? Die Antwort liegt in den Hormonen: Während das Stresshormon Cortisol Menschen wachsamer macht, wodurch sie auch Täuschungen eher erkennen, führen die mit positiven Gefühlen verbundenen Hormone Serotonin und Dopamin eher zu riskantem Verhalten, schreibt "Technology Review".

Betrüger gehen strategisch vor

Generell setzen Betrüger im Netz auf gewiefte Strategien, um die Nutzer hinters Licht zu führen. Manche schreiben zum Beispiel als vermeintlicher Geschäftsführer an einen Mitarbeiter – in der Mail platzieren sie einen Link und fordern dazu auf, diesen anzuklicken und dort bestimmte Informationen einzugeben. Oder sie spielen mit Emotionen und bitten als vermeintlich seriöse Hilfsorganisation um Spenden.


Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt online verschiedene Tipps gegen Phishing. Einer der wichtigsten ist, keinesfalls vertrauliche Daten wie Passwort oder Kreditkartennummer per E-Mail preiszugeben – egal wie vertrauenserweckend eine Nachricht scheint. Im Zweifel gilt: Lieber nachfragen, etwa telefonisch.

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