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Einfacher Trick umgeht Sperrbildschirm unter iOS 7

Kein Schutz vor Zugriff  

Sperrbildschirm unter iOS 7 lässt sich mit einfachem Trick aushebeln

20.09.2013, 15:58 Uhr | Sebastian Weber

Einfacher Trick umgeht Sperrbildschirm unter iOS 7. Über das Kontrollzentrum von iOS 7 lässt sich der Sperrbildschirm mit einem einfachen Trick aushebeln. (Quelle: imago images/Schöning/dpa/Hersteller)

Über das Kontrollzentrum von iOS 7 lässt sich der Sperrbildschirm mit einem einfachen Trick aushebeln. (Quelle: Schöning/dpa/Hersteller/imago images)

Kaum ist iOS 7 offiziell verfügbar, schon ist die erste Sicherheitslücke in dem Betriebssystem für iPhones und iPads entdeckt. Ein Spanier fand heraus, wie sich der Sperrbildschirm aushebeln lässt. Mit einem recht einfachen Trick können sogar Laien auf die persönlichen Fotos und Kontakte Fremder zugreifen und Nachrichten per SMS, Facebook und Twitter verschicken.

Apples neues Mobil-Betriebssystem iOS 7 bringt nicht nur ein neues Design, sondern auch einige neue Funktionen. Eine davon: das Kontrollzentrum. Mit diesem haben die Nutzer von iPhones und iPads jederzeit schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen ihres Gerätes.

Doch gleichzeitig erlaubt das Kontrollzentrum auch Dritten, auf Inhalte zuzugreifen, die eigentlich durch den Sperrbildschirm geschützt sein sollten.

Sperrbildschirm bietet wenig Schutz

Ein Spanier hat einen simplen Trick entdeckt, wie sich der Sperrbildschirm umgehen lässt, auch wenn dieser mit einem PIN-Code gesichert ist.

Dazu reicht es, das Kontrollzentrum mit einem Fingerwisch vom unteren Bildschirmrand nach oben aufzurufen. Anschließend lassen sich die Apps Timer oder Taschenrechner per Schnellzugriff starten.

Die jeweilige Anwendung öffnet sich, das ist auch so gewollt. Doch mithilfe des Home-Buttons, ein wenig Fingerspitzengefühl und dem richtigen Timing können Unbefugte mehr sehen, als Apple eigentlich erlaubt. So lässt sich zum Beispiel die Fotogalerie öffnen und nachschauen, was für Bilder auf dem iPhone von Freund oder Freundin abliegen.

Private Inhalte in Gefahr

Ebenso offen steht von hier aus der Zugriff auf soziale Netzwerke oder den SMS-Dienst, indem man ein beliebiges Foto auswählt und teilt. Es besteht die Wahl zwischen den Diensten Facebook, Twitter, Flickr und dem Nachrichten-Dienst, über die jeder die Bilder verschicken beziehungsweise veröffentlichen kann – gerade bei privaten Fotos eine durchaus brisante Sicherheitslücke.

So sichern Sie iOS 7 ab

Apple ist sich des Fehlers bereits bewusst und arbeitet laut dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes bereits an einer Lösung, die über ein Software-Update ausgeliefert werden soll. Wann das Update kommt, ist noch ungewiss.

Jedoch können sich iOS-7-Nutzer auch selbst schützen. Denn so einfach wie der Trick selbst, ist auch die Prävention: Wählen Sie unter "Einstellungen" den Menüpunkt "Kontrollzentrum" und entfernen Sie den standardmäßig gesetzten Haken bei "Zugriff im Sperrbildschirm". So lassen sich Apps wie der Timer oder der Taschenrechner nicht mehr starten.

Drastische Maßnahmen für Vorsichtige

Die Kamera bleibt zwar weiterhin auch für Dritte verfügbar, doch der Zugriff auf bereits gespeicherte Bilder ist über den Sperrbildschirm so nicht mehr möglich. Sie könnten sich allerdings irgendwann wundern, woher die neuen Fotos auf ihrem iPhone oder iPad kommen.

Die Kamera-Funktion lässt sich auf dem Sperrbildschirm nur mit drastischen Mitteln blocken. In den Einstellungen unter dem Punkt "Allgemein" finden Sie die Option "Einschränkungen". Hier müssen Sie zunächst einen PIN-Code festlegen, können dann aber den Haken bei "Kamera" entfernen (was auch FaceTime deaktiviert). Dies führt dazu, dass die Kamera Ihres iPhones oder iPads global gesperrt und überhaupt nicht mehr erreichbar ist und somit auch vom Sperrbildschirm verschwindet.

Der Nachteil dieser Maßnahme: Vor jedem Schnappschuss, muss die Einschränkung zunächst aufgehoben werden.

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