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Microsoft stoppt Verkauf von Windows XP

Microsoft beendet Verkauf von Windows XP

22.10.2010, 09:15 Uhr | Sascha Plischke

Microsoft stoppt Verkauf von Windows XP. Windows XP darf nicht mehr verkauft werden. (Foto: dpa)

Windows XP darf nicht mehr verkauft werden. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Microsoft stoppt ab dem heutigen 22. Oktober den Verkauf von Windows XP. Damit endet nach fast zehn Jahren die Ära des bis dahin beliebtesten Microsoft-Betriebssystems. Wer jetzt noch eine Ausgabe von Windows XP ergattern will, muss sich beeilen. Wenn die Lagerbestände der Händler aufgebraucht sind, wird Windows XP nicht mehr ohne Weiteres erhältlich sein. Um XP-Liebhaber zum Umsteigen zu bewegen, hat Microsoft pünktlich zum ersten Geburtstag von Windows 7 das Family Pack wieder eingeführt. Bei ausgesuchten Händlern sind jetzt jeweils drei Upgrade-Lizenzen von Windows 7 zum reduzierten Preis zu haben – so lange der Vorrat reicht.

Nun macht Microsoft wirklich ernst: Der Konzern wird keine Lizenzen mehr zum Verkauf von Windows XP an Händler ausliefern. Ab sofort kann das Betriebssystem weder vorinstalliert auf neuen PC noch als Retail-Version verkauft werden. Nur ihre Restbestände dürfen die Händler noch loswerden, dann ist nach fest zehn Jahren Schluss mit Windows XP. Microsoft stellt damit endgültig die Weichen für den Generationswechsel hin zu Windows 7. Der Nachfolger des viel gescholtenen und von den Kunden ungeliebten Windows Vista gilt mittlerweile als würdiger Erbe von Windows XP. Benutzerfreundlichkeit und Stabilität entsprechen der von XP, und auch die ersten Kinderkrankheiten gelten als ausgemerzt.

Erfolg von Windows 7 nur eine Frage der Zeit

Der Erfolg von Windows 7 scheint pünktlich zum ersten Geburtstag des Betriebssystems ohnehin nicht mehr aufzuhalten. 240 Millionen Lizenzen hat Microsoft bisher verkauft. In den vergangenen 90 Tagen setzte der Konzern im Schnitt 8,35 Kopien von Windows 7 pro Sekunde ab. Damit verkauft sich Windows 7 schneller als jeder seiner Vorgänger, Windows XP eingeschlossen. Nach nur sechs Monaten waren einhundert Prozent aller PC-Hersteller dazu übergegangen, ihre Geräte mit Windows 7 auszuliefern. Bei Windows Vista hatten sich immerhin mehr als ein Viertel aller Händler dem Umstieg verweigert und hatten weiter Windows XP auf ihren Computern installiert.

Um den Umstieg von Windows XP auf Windows 7 weiter anzukurbeln, hat Microsoft das Family Pack wieder aus der Versenkung geholt. Ausgesuchte Händler dürfen eine begrenzte Zahl dieser Pakete verkaufen, die aus jeweils drei Upgrade-Lizenzen bestehen. Für 149 Euro können die Käufer drei Computer, auf denen Windows XP oder Windows Vista installiert ist, auf Windows 7 aufrüsten.

Windows XP bleibt meist installiertes Windows weltweit

Sofort sterben wird Windows XP übrigens nicht. Noch bis 2020 können Käufer eines neuen PC mit vorinstalliertem Windows 7 die so genannte Downgrade-Option nutzen und ihre Lizenz gegen eine XP-Lizenz tauschen. Weltweit macht Windows XP immer noch den Löwen-Anteil der installierten Windows-Versionen aus: Auf 60 Prozent aller Windows-PC ist Windows XP installiert, nur auf etwas mehr als 17 Prozent Windows 7. Sowohl Unternehmen als auch Privatnutzer sollten jedoch spätestens bis 2014 den Wechsel zu Windows 7 gewagt haben. Dann läuft der Sicherheits-Support für Windows XP ab und das Betriebssystem wird nicht mehr mit Patches gegen Malware-Angriffe geschützt. Bis dahin dürfte auch der Nachfolger von Windows 7 schon um die Gunst der Käufer buhlen – Windows 8 soll schon 2012 erscheinen.

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