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Windows 10: Microsoft listet UEFI und TPM unter Mindestvoraussetzungen

UEFI und TPM  

Das sind die Systemvoraussetzungen für Windows 10

25.03.2015, 17:14 Uhr | fen

Windows 10: Microsoft listet UEFI und TPM unter Mindestvoraussetzungen. Geräte mit Windows 10 (Quelle: dpa)

Nicht alle Rechner können mit Windows 10 ausgestattet werden. (Quelle: dpa)

Microsoft legt die Latte für Windows-10-Rechner höher: Wie aus einer internen Powerpoint-Präsentation hervorgeht, müssen Computer eine Vielzahl an Voraussetzungen erfüllen, um mit Windows 10 ausgestattet werden zu können. Dazu gehören auch UEFI Secure Boot und das unter vielen Experten umstrittene TPM (Trusted Platform Module) in Version 2.0.

Gewisse Mindestvoraussetzungen an die Hardware stellt jedes Betriebssystem, Programm oder Spiel. So dürfte es beispielsweise klar sein, dass ein neues Windows nicht auf uralten PCs lauffähig ist, die über weniger als 1 Gigabyte Arbeitsspeicher verfügen. In vielen Punkten zeigt Microsoft sich sehr moderat: Eine Bildschirmauflösung von 800×600 Pixeln soll bereits ausreichen, für die 32-Bit-Version werden auch nur 16 GB Speicherplatz vorausgesetzt. Diese geringen Anforderungen sind vielen Tablets geschuldet, die in der Regel deutlicher schwächer bestückt sind als Desktop-Rechner.

UEFI ist bereits Voraussetzung für Windows 8

Die Voraussetzung UEFI Secure Boot schließt dagegen viele Hardware-Konstellationen aus. UEFI lässt sich als Nachfolger des früheren BIOS bezeichnen. Dadurch fällt die oft langwierige Hardware-Erkennung vor dem Windows-Start flach, der gesamte Boot-Vorgang wird dadurch deutlich beschleunigt. Doch UEFI kann die Einbindung anderer Betriebssysteme wie Linux erschweren. Neu-PCs werden seit etwa drei bis vier Jahren mit UEFI ausgestattet. Bereits bei Windows 8 war UEFI erforderlich, Microsoft hat die Voraussetzungen bei Windows 10 nur aktualisiert.

BSI sieht kritische Aspekte

Das gilt auch für TPM, das für viele Nutzer das größere Ärgernis darstellen dürfte. Hierbei handelt es sich um eine Art Sicherheitssystem, dass Manipulationen durch unbefugte Dritte verhindern kann. Kritiker verweisen darauf, dass sich die damit einhergehenden Kontrollfunktionen auch gegen den PC-Besitzer richten können.

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) sah bereits bei Windows 8 "einige kritische Aspekte im Zusammenhang mit bestimmten Einsatzszenarien, in denen Windows 8 in Kombination mit einer Hardware betrieben wird, die über ein TPM 2.0 verfügt."

"Daraus ergeben sich für die Anwender, speziell auch für die Bundesverwaltung und kritische Infrastrukturen, neue Risiken", betont das BSI und spricht damit den drohenden Kontrollverlust für Windows-Nutzer an.

So ist es beispielsweise möglich, eine Installation von Programmen zu unterbinden, die nicht zertifiziert sind. Das würde vireninfizierte Anwendungen aussperren – aber auch alte und möglicherweise liebgewonnene Software.

Laut den veröffentlichten Unterlagen wird TPM allerdings erst ein Jahr nach Vorstellung der marktreifen Version von Windows 10 verpflichtend. Ob sich TPM dann vom Nutzer deaktivieren lassen wird, ist den Computer-Herstellern überlassen. Bei Windows 8.1 verpflichtete Microsoft die Hersteller noch zu so einem Ausschalter.

Hier bleibt abzuwarten, was die PC-Hersteller und Microsoft tatsächlich umsetzen. Im schlimmsten Fall würden sie Millionen Anwender vor den Kopf stoßen. Da aber nur Neu-PCs diese Voraussetzungen erfüllen müssen, werden die Besitzer älterer Computer, die auf Windows 10 upgraden, nicht betroffen sein.

Systemvoraussetzungen für Windows 10

Desktop/NotebookSmartphone/Tablet
Arbeitsspeicher2 GB (64-Bit)
1GB (32-Bit)
512 MB bis 854 × 480 Pixel
1 GB ab 960 × 540 Pixel
2 GB ab 1440 × 900 Pixel
3 GB ab 2048 × 1152 Pixel
4 GB ab 2560 × 2048 Pixel
Festplattenspeicher16 GB (32-Bit)
20 GB (64-Bit)
4 GB
GrafikDirectX 9
FirmwareUEFI 2.3.1 Secure Boot
(optional deaktivierbar)
TPMTPM 1.2/2.0 (optional deaktivierbar)
Ein Jahr nach Markstart: TPM 2.0
TPM 2.0

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