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Windows 10: So bereiten Sie den PC auf das Herbst-Update vor

Neue Windows-10-Version  

So verhindern Sie Update-Pannen

14.11.2018, 11:31 Uhr | str, t-online.de

Windows 10: So bereiten Sie den PC auf das Herbst-Update vor. Eine junge Frau liegt mit ihrem Laptop auf dem Bett: Wenn man ein paar Regeln beachtet, kann beim Windows-Update eigentlich nichts schief gehen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Getty Images)

Eine junge Frau liegt mit ihrem Laptop auf dem Bett: Wenn man ein paar Regeln beachtet, kann beim Windows-Update eigentlich nichts schief gehen. (Quelle: Getty Images/Thinkstock by Getty-Images)

Ab sofort steht das neue Windows 10-Update zum Download bereit. Doch viele Nutzer sind skeptisch: Schließlich gab es bei der früheren Version Probleme. Wir erklären, wie beim Update eigentlich nichts schief gehen kann. 

Microsoft hat am Mittwoch nach anfänglichen Schwierigkeiten das große Herbst-Update für Windows 10 erneut veröffentlicht. Zu den Neuheiten zählt unter anderem ein Dunkelmodus, ein überarbeitetes Screenshot-Tool, eine verbesserte Suche und Synchronisations-Funktionen für das Smartphone. Außerdem hat Microsoft den Edge-Browser modernisiert. Mit "Storage Sense" soll die neue Windows 10-Version zudem eine praktische Software zur Speicherverwaltung an Bord haben. 

Das Update wird ab dem 14. Oktober ausgerollt und in den nächsten Wochen automatisch installiert. Für Microsoft hat es sich bewährt, die Rechner nacheinander "in Wellen" zu bedienen. So wird die Belastung auf die Microsoft-Server etwas verteilt. Es werden also nicht alle Rechner gleichzeitig bedacht und manche Nutzer müssen sich etwas länger gedulden. 

Erfahrungsgemäß kann es auch schon mal mehrere Monate dauern, bis alle versorgt sind. Wer nicht so lange warten möchte, kann sich das Update auch per Direkt-Download besorgen oder in den Systemeinstellungen eine Aktualisierung erzwingen. Gerade in den Anfangstagen dürfte der Andrang aber groß sein. Das Dateipaket dürfte etwa 15 bis 20 Gigabyte groß sein. Auch bei einer schnellen Leitung, nimmt der Download also etwas Zeit in Anspruch. 

In Europa wird das neue Windows sowieso aufgrund der Zeitverschiebung vermutlich erst in den Abendstunden verfügbar sein. Das Programm wird dann auf der offiziellen Windows 10 Download-Seite von Microsoft zum Download angeboten. Dazu bietet Microsoft auch einen Upgrade-Assistenten an, der den Nutzer durch den Installationsprozess leitet.

So kommen Nutzer schneller an das Update

Wer sich für das "Windows Insider"-Programm angemeldet hat, bekommt Updates früher zugespielt als alle anderen. In den "Update und Sicherheit"-Einstellungen kann man sich dafür registrieren. Man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass man damit auch alle zukünftigen Updates früher bekommt. Microsoft nutzt das Programm quasi als "Versuchslabor", um seine Updates vor dem offiziellen Release zu testen. Wer sich daran beteiligt, riskiert also auch, möglicherweise fehlerhafte Updates zu bekommen. Außerdem fordert Microsoft immer wieder Feedback ein.

Umgekehrt bedeutet das: Je länger jemand auf das Update wartet, desto sicherer kann er sich sein, dass es ausführlich getestet wurde und keine Probleme macht. Geduld wird also mit mehr Sicherheit belohnt. So war es auch im aktuellen Fall: Nachdem sich die ersten Nutzer über Dateiverlust beschwert hatten, zog Microsoft das Update eilig zurück. Die nun zur Verfügung gestellte Version soll aber fehlerfrei sein. 

Egal, wie Sie sich das Update holen – gehen Sie vorher folgende Schritte durch: 

1. Backup erstellen

Da es während oder nach einem Update immer wieder zu Komplikationen kommen kann, sollte man alle wichtigen Dokumente sichern, zum Beispiel auf einer externen Festplatte. Stellt man hinterher fest, dass alles sauber übernommen wurde, kann die Sicherung wieder gelöscht oder beim nächsten Upgrade überschrieben werden.

Es gibt im Grunde zwei Möglichkeiten: Entweder man kopiert manuell alle wichtigen Dateien auf einen Datenträger. Oder man nutzt das "Sichern und Wiederherstellen"-Tool in den Systemeinstellungen, um ein Systemabbild zu erstellen. Das Tool bietet auch die Option, nur bestimmte Ordner (zum Beispiel nur die "Eigene Dateien"-Bibliotheken) zu exportieren. Das spart Zeit und Speicherplatz.

2. Version überprüfen und wichtige Updates nachholen

Um ein reibungsloses Upgrade zu garantieren, sollte man vorher sicher gehen, dass Windows auf dem neuesten Stand ist. Wurde das letzte April-Update bereits installiert? Falls nicht, muss das zuerst nachgeholt werden. Um die Versionsnummer herauszufinden, drücken Sie die Windows-Taste, geben "winver" ein und drücken Enter. In dem aufpoppenden Fenster sollte die Versionsnummer 1803 stehen.

Stellen Sie sicher, dass auch alle wichtigen Sicherheits-Updates eingespielt wurden und holen Sie dies gegebenenfalls nach. Dazu nutzen Sie wie gewohnt die "nach Updates suchen"-Funktion.


3. Die Festplatte aufräumen

Läuft alles nach Plan, werden bei jedem Upgrade sämtliche Einstellungen, Software und Treiber übernommen und sind auch unter dem neuen Windows sofort wieder einsatzbereit. So schleppt man aber auch viele Altlasten von Version zu Version. Das nimmt unnötig Speicherplatz in Anspruch und kann auch zu Problemen führen. Vor dem nächsten großen Update lohnt es sich deshalb, kurz aufzuräumen.

Das "Speicherplatz freigeben"-Tool unter Windows half bisher dabei, nicht mehr benötigte Dateileichen zu entfernen. Dieses wird künftig durch die Software "Storage Sense" ersetzt. 

4. Die Alternative: Neuinstallation

Versierte Nutzer können das Upgrade zum Anlass nehmen, um ihren Computer völlig neu aufzusetzen. Eine Neuinstallation ("Clean Install") hat den Vorteil, dass man ohne Ballast zur neuen Version wechselt. So bleibt Speicherplatz frei und das Risiko von Konflikten durch veraltete Treibersoftware wird verringert.

Für einen "Clean-Install" brauch man das "Media Creation Tool", das man von der Microsoft-Seite herunterlädt. Damit lässt sich eine ISO-Datei von Windows 10 erstellen, die man anschließend auf einem bootfähigen USB-Stick oder einem anderen Datenträger abspeichert. Damit wird der PC dann völlig neu aufgesetzt. Achten Sie darauf, dass Sie auch gewiss die neue Version 1803 herunterladen und nicht etwa das Vorgänger-Programm. Sonst war die ganze Arbeit umsonst. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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