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Handel mit Raubkopien: Erneute Razzia und Festnahmen bei PCFritz

Handel mit Raubkopien  

Zweite Razzia und Festnahmen bei PCFritz

11.04.2014, 10:48 Uhr | t-online.de

Handel mit Raubkopien: Erneute Razzia und Festnahmen bei PCFritz. PCFritz-Seite mit Sonderangebot für Windows 7 Professional (Quelle: Screenshot: pcfritz.de)

Polizei beschlagnahmt unzählige Raubkopien beim Online-Händler pcfritz.de. (Quelle: Screenshot: pcfritz.de)

Zollfahnder haben drei Mitarbeiter des Berliner Online-Computerhändlers PCFritz verhaftet und mehrere Wohnungen sowie Geschäftsräume durchsucht. Wie das Zollfahndungsamts Dresden am Donnerstag mitteilte, erfolgten die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren gegen PCFritz. Die Betreiber stehen nach wie vor im Verdacht, mit gefälschten Windows 7-Lizenzen zu handeln.

Die Betreiber von PCFritz werden verdächtigt, massenhaft Raubkopien des Microsoft-Betriebssystems Windows 7 als Originale deklariert und verkauft zu haben. Geschädigt wurden dabei nicht nur Kunden und Händler. Microsoft soll durch die illegalen Geschäfte einen bisher nicht näher bezifferten siebenstelligen Betrag eingebüßt haben.

Seit 2013 ermitteln die Behörden gegen die Betreiber des Online-Shops. Dennoch wurden vor allem über das Internet weiterhin illegale Kopien von Microsoft-Betriebssystemen verkauft. Daher erließ das das Amtsgericht Halle auf Antrag Staatsanwaltschaft nun Haftbefehle gegen die drei Hauptverantwortlichen, die am Mittwoch von Zollfahndern vollstreckt wurden.

2000 DVDs beschlagnahmt

Bei der Durchsuchung von insgesamt sieben Wohnungen und Geschäftsräumen stellten die Beamten umfangreiche Beweismittel sicher. Darunter schriftliche Unterlagen und elektronische Speichermedien sowie rund 2000 DVDs mit mutmaßlich gefälschten Betriebssystemen. Bei einer ersten Razzia im Herbst 2013 waren bereist 170.000 Datenträger sichergestellt worden.

Die stichprobenweise Begutachtung der am Mittwoch beschlagnahmten Datenträger erbrachte, dass es sich durchweg um Fälschungen handelt, teilte das Zollfahndungsamt in einer Pressemitteilung mit.

Marketing mit leicht bekleideten Frauen

PCFritz ist erst Ende 2012 bekannt geworden. Durch sehr günstige Preise und aggressives Marketing baute das Unternehmen seinen Marktanteil schnell aus. Zu den Werbeaktionen gehörten wilde Partys, oft auch mit leicht bekleideten Frauen, und Bustouren durch mehrere deutsche Großstädte, an denen auch Prominente wie DSDS-Star und Dschungel-König Joey Heindle teilnahmen.

Microsoft war damals zum einen durch Kundeneinsendungen auf die gefälschte Software aufmerksam geworden. Zum anderen hatten sich viele Händler bei dem Softwarekonzern gemeldet und sich über die verdächtig billigen Angebote von PCFritz beschwert.

Sicherheitskopien von Windows 7 imitiert

Die vergangenen Jahres sichergestellten gefälschten DVDs sind Sicherungskopien von Windows 7 nachempfunden (sogenannte Recovery-DVDs), die der Computerhersteller Dell zuweilen Computern beilegt, auf denen Windows 7 legal vorinstalliert ist. PCFritz behauptete, es handele sich um Originale, die man beispielsweise von Hardware-Verwertern aufgekauft habe.

Microsoft wirft dem Online-Händler vor, dass es sich um Raubkopien handele, die von PCFritz mit einer eigenen Verpackung und einem ebenfalls gefälschten Echtheitszertifikat versehen und dann weit unter dem Marktpreis verkauft werden.

Maulkorb für Microsoft

Nach der Groß-Razzia im Herbst wehrte sich der Computer-Händler per einstweiliger Verfügung gegen die Vorwürfe von Microsoft. Seit Oktober 2013 darf Microsoft seine Vorwürfe gegen den Händler nicht mehr öffentlich machen. Microsoft hatte damals angekündigt, Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung einzulegen.

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