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Verflixte Abgeltungssteuer

Vorsorge  

Verflixte Abgeltungssteuer

12.10.2007, 18:51 Uhr | t-online.de, t-online.de

Die Aktienfondsvariante kommt Eltern auf den ersten Blick um ein Drittel günstiger als der Abschluss einer Ausbildungsversicherung. Wer auf Aktienfonds im Vergleichstest setzte, benötigte im Schnitt 40 Euro weniger Spargeld pro Monat als jemand, der sich für das beste Zinsangebot entschieden hatte; die besten Fonds im Vergleichstest schafften sogar noch viel größere Einsparungen.

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Ab 2009 Abgeltungssteuer

Das gilt zudem auch, wenn die Abgeltungsteuer ins Kalkül eingerechnet wird, die der Bund ab dem 1. Januar 2009 erheben will. Dann nämlich müssen deutsche Anleger ihre anteiligen Dividenden- und Zinserträge zwar jährlich pauschal mit 25 Prozent versteuern. Zurückgerechnet auf die vergangenen zehn Jahre hätte diese Regelung den Aktiensparplan bei einer DAX-Dividendenrendite von 1,8 Prozent aber nur um jährlich 0,5 Prozentpunkte auf dann 7,9 Prozent reduziert (NV-Bescheinigung: Befreiung von der Abgeltungssteuer).

Risiko: Schwache Börsenphasen

Viel schwerer im endgültigen Renditekalkül wiegt indes, dass kein Elternpaar gut beraten wäre, 18 Jahre lang ausschließlich auf Aktienanlagen zu setzen. Zu groß wäre das Risiko, die mühsam zusammengesparten Fondsanteile in einer schwachen Börsenphase zu schlechten Kursen verkaufen zu müssen - und dem Nachwuchs dann plötzlich doch weit weniger als die nötigen 45.000 Euro überweisen zu können. Spätestens sechs Jahre vor Ablauf der Sparzeit sollten Anleger deshalb beginnen, die Akteinfondsanteile in guten Zeiten peu à peu zu verkaufen und dafür sichere Zinstitel in das Depot zu nehmen. Experten schätzen, dass dann unter dem Strich noch eine Rendite von gut 5 Prozent pro Jahr übrig bleiben dürfte. Das ist noch einmal ein ganzer Prozentpunkt mehr als die beste Dauerzinslösung abwirft.

Von Profis umschichten lassen

Wer diese Sparidee favorisiert, aber nicht selbst beizeiten von Aktien in Zinspapiere umschichten möchte, kann das auch Profis überlassen. Die Fondsgesellschaft Fidelity beispielsweise bietet einen entsprechenden Anlagezielfonds an, dessen Fondsmanagement zehn Jahre vor der gewünschten Fälligkeit im Jahr 2025 mehr und mehr Aktien verkauft und dafür verstärkt auf Anleihen und Geldmarktanlagen setzt. 5,5 Prozent jährliche Rendite und somit eine attraktive Sparrate von 122 Euro im Monat stellt die Fondsgesellschaft ihren Kunden in Aussicht, um nach 18 Sparjahren über 45.000 Euro zu verfügen. Garantiert ist diese Auszahlsumme allerdings nicht, und das ist das große Manko dieser Sparvariante gegenüber reinen Zinsangeboten oder Ausbildungsversicherungen.

Früh anfangen am wichtigsten

Für welche Variante Eltern sich nun auch entscheiden mögen, wichtig ist, dass sie frühzeitig mit dem Sparen für die Kleinen beginnen. Nur so sind die Sparzahlungen für die meisten Bundesbürger wohl überhaupt finanzierbar. Und dann müssen sich auch weniger Eltern um die Zukunft ihrer Kinder hierzulande sorgen:

Bildung als Wettbewerbsvorteil

"Deutschland kann an der Spitze der Ökonomie bleiben", sagt Jagdish Bhagwati, Professor an der Columbia Universität in New York und einer der renommiertesten Globalisierungsökonomen der Welt. "Allerdings vergibt die Bundesrepublik diese Chance, wenn sie in Bildungsfragen weiter schläft. Deutschlands Eltern müssen so viele Kinder wie möglich an die Universitäten schicken. Denn Deutschland braucht mehr hoch spezialisierte Experten, aber viel weniger Leute mit ausschließlich betrieblicher Qualifikation."

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