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Deutschland droht zunehmende Altersarmut

Altersvorsorge  

Deutschland droht zunehmende Altersarmut

19.01.2008, 11:50 Uhr | dpa-AFX / t-online.de, t-online.de

Rentner in einer Berliner Suppenküche Rentner in einer Berliner Suppenküche (Foto: dpa)  Das Rentensystem ist nach Ansicht der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nicht ausreichend gegen Altersarmut gewappnet. Vor allem Geringverdiener, die Mitte 30 oder jünger sind, müssen sich im Alter auf eine mickrige Rente einstellen. Weitaus mehr Rentner als bisher dürften in 30 bis 40 Jahren nur noch die Grundsicherung beziehen. Um das zu verhindern empfiehlt die OECD einen radikalen Systemwechsel nach dem Vorbild der Schweiz.

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Sozialverband erwartet 2020 zehn Prozent Altersarmut

Zurzeit sei die Lage noch solide, sagte OECD-Rentenexpertin Monika Queisser der „Frankfurter Rundschau“. Weniger gut stehe es jedoch in der Zukunft um die Versorgung von Geringverdienern sowie der zunehmenden Zahl von Menschen, die nicht durchgehend Rentenbeiträge gezahlt hätten. Für diese Gruppe fehle „in Deutschland eine automatische Altersabsicherung“. Viele Rentner erhalten dann nur noch die Grundsicherung, die Sozialhilfe im Alter. Gegenwärtig liegt der Anteil der Menschen, die im Alter von der Grundsicherung leben müssen nur bei rund 2,5 Prozent. Doch ab dem Jahr 2020 rechnet der Paritätische Wohlfahrtsverband mit einem Anstieg dieses Anteils auf rund zehn Prozent.

OECD empfiehlt Drei-Säulenmodell für Altersvorsorge

Die OECD-Rentenexpertin Queisser empfiehlt der Bundesregierung daher einen radikalen Systemwechsel, der sich am Vorbild der Schweiz orientieren soll. Das eidgenössische Drei- Säulen-Modell von staatlicher Sockelrente sowie einer Pflicht zur zusätzlichen betrieblichen und privaten Altersvorsorge habe den Vorteil, dass es alle Bürger nach ihrer Leistungsfähigkeit einbeziehe und die Abhängigkeit von sozialpflichtiger Beschäftigung vermindert werde. Es gäbe in der Schweiz keine Beitragsbemessungsgrenze. Auch für Millionäre würden die Beiträge nicht gedeckelt. Aus Gründen des Eigentumsschutzes müsse der Systemwechsel jedoch in einem gleitenden Übergang von 30 bis 40 Jahren vollzogen werden, sagte die OECD- Expertin.

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