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Altersvorsorge Eigenheim: Wohn-Riester kommt noch 2008

Altersvorsorge  

Wohn-Riester kommt noch 2008

28.02.2008, 11:47 Uhr | jdc, dpa , AFP , t-online.de

Riestern mit Immobilien (Foto: Imago)Riestern mit Immobilien (Foto: Imago) Riester-Sparer können ihr eingezahltes Geld künftig auch für den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung nutzen. Die Fraktionsspitzen von Union und SPD haben sich nach längerer Debatte auf das lange umstrittene so genannte "Wohn-Riester" geeinigt. Festgehalten wird die Förderung im "Eigenheimgesetz", das rückwirkend zum 1. Januar 2008 in Kraft treten soll.

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Handwerk begrüßt Einigung

Das deutsche Handwerk begrüßte den Kompromiss der Fraktionen. Für die Bauwirtschaft könnten «davon neue Wachstumsimpulse ausgehen», erklärte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler. Die Wohn-Riester-Förderung soll erklärtermaßen die Eigenheimförderung ersetzen, mit der Bauherren und Immobilienkäufer bis 2006 vom Staat gefördert worden waren. Der Wegfall der Eigenheimzulage hatte die Zahl der Neubauten einbrechen lassen.

Immobilienwirtschaft fordert Nachbesserung

Auch die Immobilienbranche begrüßte die Einigung. Positiv sei vor allem, dass hundert Prozent des Riester-Kapitals für Immobilien entnommen werden könnten. "Jetzt ist die Immobilie endlich gleichberechtigt mit der Geld-Rente in die Riester-Förderung einbezogen", erklärte Lutz Freitag, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI). Zugleich forderte er, dass auch vermietetes Wohneigentum in die Riester-Förderung einbezogen werden solle. Dies forderte auch der Deutsche Mieterbund.



Komplexes System

Das System selbst ist komplex und erklärungsbedürftig. Menschen, die mit einem Riester-Vertrag privat für ihr Alter vorsorgen, können das angesparte Geld nun komplett entnehmen und es in den Kauf einer Immobilie stecken. Zudem kann mit dem Geld ein Darlehen für den Bau oder Kauf einer Immobilie abbezahlt werden. Die Koalitionspartner einigten sich auch auf ein System, um die komplizierten Fragen der Besteuerung von Wohn-Riester-Vermögen zu klären.

Kompliziertes System

Riester-Sparer können pro Jahr bis zu vier Prozent ihres Lohns in einen Vertrag einzahlen. Das Geld wird dann je nach gewählter Vertragsart in Aktienfonds, auf einem Bankkonto oder in einer klassischen Rentenversicherung angelegt. Jeder Sparer erhält derzeit vom Staat eine Zulage von 154 Euro, für jedes Kind nochmals 185 Euro jährlich. Außerdem sind die Einzahlungen in den Vertrag steuerfrei. Die spätere Rente aus dem Riestervertrag wird dann allerdings versteuert.

Fiktives Förderkonto

Bisher haderten die Koalitionsexperten vor allem mit einem Problem, das sich durch die Verwendung des Geldes für eine Immobilie ergibt: Weil die Einzahlungen in den Riester-Vertrag steuerfrei sind, müssen auf die Auszahlungen Steuern gezahlt werden - gemäß dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung von Renten. Dies soll nun gelöst werden, indem für Wohn-Riester-Sparer ein fiktives Förderkonto angelegt wird. Dort werden die Einzahlungen so verbucht, als würde ein herkömmlicher Riester-Vertrag bespart.

Abstottern oder Einmalzahlung

Bei Beginn der Rente ist dort dann auch die steuerliche Förderung ausgewiesen, obwohl das Kapital dann in einer Immobilie steckt. Diese auf dem Konto ausgewiesenen Steuern müssen dann vom Riester-Sparer während seiner Rente wieder zurückgezahlt werden. Rentner können die Steuern über einen längeren Zeitraum abstottern oder auch mit einem Nachlass von 30 Prozent sofort bei Rentenantritt komplett zurückzahlen.

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