Finanzkrise  

Politiker fordern Rentenkürzungen

13.01.2009, 14:21 Uhr | jdc, dapd, t-online.de

Weniger Rente wegen Finanzkrise? (Foto: imago)Weniger Rente wegen Finanzkrise? (Foto: imago) Politiker von SPD, CDU und FDP wollen angesichts der Neuverschuldung durch die Finanzkrise auch die Renten auf den Prüfstand stellen. Die Frage der Schulden sei "auch eine Frage des Generationenvertrages", sagte der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Bundestag, Otto Fricke (FDP), der "Bild"-Zeitung. "Hier haben auch Rentner und Pensionäre eine Verantwortung, damit die Belastungen, die die Finanzkrise hervorruft, für unsere Kinder nicht zu groß werden."

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Alle Generationen sollen Beitrag leisten

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Rainer Fornahl befürwortete sogar eine Kürzung der Renten. Es sei wichtig, dass in der Wirtschaftskrise alle Generationen einen Beitrag leisteten, sagte er "Bild". Der Vorsitzende der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Marco Wanderwitz, sagte dem Blatt, es könne nicht sein, dass allein die Jungen die Lasten der neuen Schulden tragen. Der Sozialverband VdK wies die Forderung nach einer Rentenkürzung als "ungeheuerlich" zurück.

Verband: Rentner lieber entlasten statt belasten

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher hielt dagegen, statt den Rentnern Kaufkraft zu entziehen, sollte man sie weiter entlasten, um die Konjunktur in Deutschland anzukurbeln. "Keine Bevölkerungsgruppe musste in den letzten fünf Jahren größere Kaufkraftverluste hinnehmen als die Rentner. Diese nun auch noch für die Banken- und Finanzkrise haftbar zu machen, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten", sagte Mascher. Die Renten seien in den vergangenen fünf Jahren um insgesamt 1,6 Prozent gestiegen, während die Inflationsrate im selben Zeitraum bei rund zehn Prozent gelegen habe.

Schnellere Einführung der Rente mit 67 gefordert

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, sprach sich für eine schnellere Heraufsetzung des Renteneintrittsalters aus. Um die im Zuge des Konjunkturpakets neu aufgenommenen Schulden nicht ausschließlich nachfolgenden Generationen aufzubürden, sollten die Alten nicht wie bislang geplant erst ab 2029, sondern vorher schon bis 67 arbeiten, sagte Walter am Montagabend im Fernsehsender N24. Auch die Alten sollten einen Teil der Schulden- und Abgabenlast schultern. "Denn wir haben das ja verbockt."

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