Sie sind hier: Home > Finanzen > Altersvorsorge > Private Altersvorsorge >

Rentenversicherung mahnt Deutsche Bank ab

Verbraucherschutz  

Rentenversicherung mahnt Deutsche Bank ab

28.07.2009, 18:40 Uhr | lgs,cs

Verwirrung bei den Verbrauchern (Foto: Archiv)Verwirrung bei den Verbrauchern (Foto: Archiv) Die Rente ist den Deutschen lieb und teuer. Viele Banken machen sich das zu Nutze und werben mit Produkten für die private Altersvorsorge. Und manchmal setzen sie dabei zweifelhafte Mittel ein, wie ein aktueller Fall der Deutschen Bank zeigt. Die warb mit dem Logo der Deutschen Rentenversicherung für ihre eigenen Rentenprodukte. Das gefiel der Behörde gar nicht, und sie verpasste der Bank einen juristischen Denkzettel.

Finanzkrise - Wie sicher ist meine Altersvorsorge?
Finanz-Irrtümer - Mit dem Sparen kann man sich Zeit lassen. Wirklich?
Verbraucherzentrale - Die besten Spar-Tricks

Schreiben mit irreführendem Briefkopf

Die Deutsche Bank hatte im Juli bundesweit einen Brief verschickt, der aber nicht eindeutig als Werbung gekennzeichnet war. Der Slogan lautete: „Damit haben sie es amtlich: Die gesetzliche Rente fällt gering aus.“ Darunter packten die Banker die Kopie einer sogenannten Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung, mit vermeintlich amtlichem Briefkopf. Mit der persönlichen Renteninformation werden die Versicherten seit dem Jahr 2002 über ihre Rentenansprüche aufgeklärt.



"Irreführung der Verbraucher"

In der Werbepost der Deutschen Bank wurde einem „Herrn Mustermann“ bescheinigt, dass seine Ansprüche auf Altersrente lediglich 427,51 Euro pro Monat betrügen. Auf der zweiten Seite warb das Geldinstitut dann für die eigene private Vorsorge. Daraufhin reagierte die Deutsche Rentenversicherung und stellte klar: “Empfehlungen für Altersvorsorgeprodukte oder Anbieter gibt die Deutsche Rentenversicherung nicht“, so ein Sprecher gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Außerdem führe die Werbung zu einer "Irreführung der Verbraucher".

Juristisches Nachspiel

Wie der Sprecher der Deutschen Rentenversicherung auf Anfrage der Zeitung erklärte, habe das Geldhaus ohne offizielle Einverständnis mit der Renteninformation geworben. Daran ändere auch nichts, dass die Bank der Werbung in den meisten Fällen ein Anschreiben beigelegt hätte, das über den Ursprung der Post aufklärte. Darin sieht die Behörde eine Verletzung des Urheberrechts und mahnte deswegen die Deutsche Bank ab. Das Geldinstitut hält die Werbung für legitim - sie sei ohnehin bereits abgeschlossen.

Mehr zum Thema private Altersvorsorge:
Private Altersvorsorge - Sparer sollten Anlagerisiken streuen
Prognose - Weniger Geld trotz privater Vorsorge
Urteil - Auszahlung der Lebensversicherung unterliegt Erbschaftssteuer
Umfrage - Sparer suchen Sicherheit statt Rendite
Archiv -


Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal