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Private Altersvorsorge im Test: Nur mickrige Renditen bei Rentenversicherungen

Private Altersvorsorge im Test  

Private Rentenversicherungen mit mickriger Rendite

01.09.2009, 19:30 Uhr | jdc, t-online.de

Private Rentenversicherungen mit schlechten Noten im Test (Foto: imago)Private Rentenversicherungen mit schlechten Noten im Test (Foto: imago) Statt am Aktienmarkt zu investieren, schließen die von der Finanzkrise verunsicherten Deutschen derzeit lieber eine Rentenversicherung ab. Doch das ist nicht besonders lukrativ, wie eine Untersuchung des Frankfurter Verbrauchermagazins "Öko-Test" in der September-Ausgabe aufdeckt. Geprüft wurden 264 klassische und 152 fondsgebundene Rentenpolicen. Viele Rentenversicherungen bieten schlechtere Renditen als ein Sparbuch.

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Viele Fondspolicen im negativen Bereich

Chefredakteur Jürgen Stellpflug kritisiert vor allem die Renditen: „Die garantierten Leistungen sind allesamt mager. Bei den Klassik-Policen bieten selbst die Testsieger nicht einmal 1,5 Prozent Rendite im Jahr. Selbst mit 90 Jahren kommen Versicherte selten auf die Verzinsung eines Sparbuchs“. Bei Fondspolicen liegt die Rendite oft sogar im negativen Bereich.

Direktversicherer vorne

Unter den Spitzenreiter beim Policenvergleich finden sich auffällig viele Direktversicherer, schreibt die Öko-Test. Anbieter wie Mamax, Cosmos Direkt, Asstel, Karstadt-Quelle, WGV sowie R+V a.G. und InterRisk punkten mit niedrigen Kosten im Vergleich. Die Branchenschwergewichte unter den Versicherern - mit Ausnahme der Debeka - sind nicht unter den zehn besten Gesellschaften zu finden, berichtet das Testmagazin.


Erhebliche Unterschiede

Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede. Schon allein bei der garantierten Leistung liegen zwischen den stärksten und schwächsten Anbietern mehrere Tausend Euro. Bei den von den Versicherern in Aussicht gestellten Renten summieren sich die Differenzen zwischen guten und schwachen Angeboten auf mehr als 35.000 Euro. Auch bei den Rückkaufswerten gibt es große Unterschiede. Im Musterfall – einem 35-jährigen Sparer – wären bei Kündigung nach fünf Jahren bei einer Versicherung Kosten von weniger als 400 Euro fällig, während ihm bei einer anderen Assekuranz ein Verlust von 4177 Euro entstehen würde.


Bei Abschluss auf die Finanzkraft des Versicherers achten

"Öko-Test" rät zudem, beim Abschluss eines Vertrags auf die Finanzkraft des Versicherers zu achten. Schon ab 2010 werden die Überschussbeteiligungen vermutlich sinken – ob und wie stark hängt entscheidend von den finanziellen Reserven ab. Besonders wenn die Krise noch einmal auflodern sollte, können verschiedene Versicherer ihren Verpflichtungen möglicherweise nicht mehr nachkommen, so das Ergebnis eines Stresstests, den "Öko-Test" in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht.

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