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Altersvorsorge: Deutsche verlieren Vertrauen in Vorsorge

Studie  

Deutsche verlieren Vertrauen in private Altersvorsorge

06.10.2009, 14:24 Uhr | AFP, AFP, t-online.de

Krise bei der privaten Altersvorsorge (Foto: imago)Krise bei der privaten Altersvorsorge (Foto: imago) In der Wirtschaftskrise wenden sich viele Deutsche von der privaten Altersvorsorge ab. Knapp jeder fünfte Berufstätige löste wegen der Krise ein Modell zur privaten Vorsorge auf oder reduzierte es, wie aus einer jährlichen Studie der Postbank hervorgeht. Mit 41 Prozent erklären inzwischen so viele Berufstätige wie noch nie, dass sie die private Vorsorge nicht mehr verstärken wollen.

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Sinnkrise und verlorenes Vertrauen

Wie aus der vom Institut für Demoskopie Allensbach erstellten Studie hervorgeht, hat die Krise das Vertrauen in Modelle zur privaten Vorsorge erschüttert. So fragten sich 32 Prozent der Berufstätigen, "welche privaten Anlageformen überhaupt noch Sinn machen". Wiederum 31 Prozent haben "das Vertrauen in Informationen zur privaten Altersvorsorge verloren".

Ein Drittel ohne Reserven fürs Alter

Jeder dritte Bundesbürger mit Arbeit (32 Prozent) gibt an, im Alter über keine Einnahmen aus einer privaten Vorsorge verfügen zu können. 42 Prozent der Befragten glauben, nicht ausreichend privat für das Alter vorgesorgt zu haben. 45 Prozent der Berufstätigen gehen der Studie zufolge davon aus, durch die Finanzkrise auch Einbußen bei der gesetzlichen Rente erlitten zu haben.

Junge Sparer ohne Vertrauen in private Vorsorge

Vor allem bei jungen Berufstätigen schwindet demnach das Vertrauen in private Vorsorge immer mehr. Von den Menschen unter 30 Jahren sagen doppelt so viele wie noch im vergangenen Jahr, dass sie ihre Altersvorsorge nicht mehr ausbauen wollen. In dieser Altersklasse verfügen auch weniger Deutsche über einen Riester-Vertrag als noch vor einem Jahr. Etwa vier Prozent dieser jungen Arbeitnehmer gibt an, den Riester-Vertrag im vergangenen Jahr reduziert oder storniert zu haben.

Eigenheim gewinnt an Bedeutung

Postbank-Vorstand Michael Meyer erklärte, die Menschen in Deutschland zeigten sich "durch die Finanz- und Wirtschaftskrise zunehmend konsterniert". Es drohe "eine langfristige Krise bei der Altersvorsorge in Deutschland". Lediglich das Eigenheim gewinnt in der Krise bei den Bundesbürgern an Beliebtheit: Jeder zehnte Deutsche mit Arbeit will inzwischen in den nächsten Jahren ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung erwerben. Allerdings glauben immer weniger Menschen, im Alter tatsächlich in den eigenen vier Wänden zu wohnen.

Immobilien "sicherer" als gesetzliche Rente

63 Prozent der Berufstätigen halten Immobilien für eine "besonders sichere" Altersvorsorge. Damit liegen die eigenen vier Wände sogar deutlich vor der gesetzlichen Rente, die nur 53 Prozent der Befragten als besonders sicher sehen. Von der rund einem Jahr eingeführten Riester-Förderung von Wohneigentum hat fast die Hälfte aller Deutschen noch nie gehört.

Wohn-Riester für Häuslebauer

80 Prozent der arbeitenden Deutschen finden das Prinzip aber gut. Mit dem sogenannten Wohn-Riester kann die staatliche Riester-Förderung auch für den Kauf oder das Abbezahlen einer Immobilie verwendet werden. Zuvor gab es die Riester-Förderung nur für die Anlageformen Rentenversicherung, Aktienfonds und Banksparplan.



Viele Sparer beratungsresistent

Wie aus der Studie hervorgeht, ließen sich im vergangenen Jahr relativ wenige Menschen zur den Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge beraten. 30 Prozent haben dies noch niemals getan. Für die repräsentative Erhebung wurden rund 1800 Bundesbürger in persönlichen Gesprächen befragt. Die Postbank-Studie des Allensbach-Instituts wird seit 2003 jährlich erstellt.


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