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Rente: Rentenversicherung könnte deutlich teurer werden

Rente  

Rürup: Rentenbeitrag von über 20 Prozent möglich

09.11.2009, 15:18 Uhr | bab, dpa, t-online.de

Rürup hält Rentenbeitrag von 20 Prozent für möglich (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Auch Finanzexperte Rürup sieht die Rentengarantie kritisch (Quelle: dpa) Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung könnte nach Angaben des Rentenexperten Bert Rürup im nächsten Jahr auf über 20 Prozent steigen, falls die Rentengarantie greift. Wegen der Folgen der Wirtschaftskrise könne "nicht ausgeschlossen werden, dass der für die Rentenanpassung im nächsten Jahr maßgebliche Durchschnittslohn sinken wird", sagte Rürup der "Passauer Neuen Presse".

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Gesetzliche Obergrenze

Sollte aus diesem Grund die Rentengarantie greifen, so der Chefvolkswirt beim Finanzdienstleister AWD weiter, müsse der Beitragssatz auf über 20 Prozent angehoben werden. "Die Nachhaltigkeitsrücklage würde dann nämlich nicht ausreichen, um die damit verbundenen Rentenausgaben zu finanzieren." Für den Fall einer solchen Beitragssatzerhöhung sagte Rürup "große Probleme" voraus, "da bis zum Jahr 2020 eine Beitragsobergrenze von 20 Prozent gesetzlich festgeschrieben ist.

Garantie soll Rente schützen

Die kurz vor der Bundestagswahl 2009 beschlossene Rentengarantie sieht vor, dass die Rentner auch bei sinkenden Löhnen keine Kürzung ihrer Bezüge fürchten müssen. Die Regelung wurde eingeführt weil die Durchschnittslöhne, deren Entwicklung die Rente folgt, dieses Jahr sinken könnten. Verantwortlich dafür ist vor allem die massive Anwendung von Kurzarbeit. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts aus dem September 2009 liegen die Durchschnittslöhne 1,2 Prozent niedriger als im Vorjahr.



Verhaltene Kritik an MEA-Studie

Anlass für das Interview war eine gestern bekannt gewordene Studie des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA), nach der die Finanzkrise auch die zukünftige Rente schmälert. Die Berechnung der Forscher bezeichnete Rürup als "verdienstvoll", allerdings handele es sich bei den Berechnungen von MEA nicht um tatsächliche Kürzungen, sondern um Abweichungen von der bislang erwarteten Entwicklung. Wie hoch die Renten in zehn Jahren ausfallen, könne laut Rürup heute niemand voraussagen.

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