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Rente mit 67 auf dem Prüfstand

Staatliche Rente  

Die Rente mit 67 auf dem Prüfstand

01.03.2010, 15:52 Uhr | AFP, t-online.de, AFP

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (Foto: ddp) Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Rente mit 67 überprüfen. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung kündigte sie an, die vorgesehene Überprüfungsklausel in diesem Jahr "sehr ernst zu nehmen". An der Rente mit 67 führe langfristig kein Weg vorbei, aber die Menschen müssten auch "eine echte Chance haben, im Alter zu arbeiten - und diese Chance haben sie derzeit oftmals nicht", sagte von der Leyen der Zeitung. Dieses Problem müsse jetzt ernsthaft angepackt werden. Auch in vielen Betrieben fehle noch das Verständnis dafür, was eine alternde Belegschaft bedeute.

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Anerkennung der älteren Arbeitnehmer

"Wir brauchen mehr Weiterbildungen, eine bessere Gesundheitsprävention und mehr Anerkennung der Berufserfahrung älteren Arbeitnehmer", sagte die Ministerin. Bei bestimmten Branchen müsse jetzt genau hingeschaut werden, was möglich sei.

Berufserfahrung soll eingebracht werden

"Rente mit 67 heißt ja nicht, dass ein Dachdecker im Alter unbedingt auf dem Dach steht", sagte von der Leyen dem Blatt. "Aber warum kann er nicht zum Beispiel im Verkauf arbeiten, wo er körperlich nicht mehr so gefordert ist, aber seine große Berufserfahrung voll einbringen kann."

SPD zu Korrekturen bereit

Unterdessen will auch die SPD auf Änderungen sowohl am Hartz-IV-Gesetz als auch bei der Rente mit 67 dringen. Parteichef Sigmar Gabriel sagte dem Nachrichtenmagazin "Spiegel", die SPD wolle deutlich machen, "dass wir bei schwierigen Themen wie Rente und Arbeitsmarktreformen auch zu Korrekturen bereit sind".

Positionierung der Parteispitze erwartet

Auf einer bundesweiten Betriebsrätekonferenz im März, also noch vor der Landtagswahl im Mai in Nordrhein-Westfalen, werde sich die Parteispitze dazu positionieren. "Wir wollen Gewerkschaften und Arbeitnehmern vermitteln, in welche Richtung wir beim Thema soziale Sicherheit gehen", deutete Gabriel einen neuen Schulterschluss zwischen SPD und Gewerkschaften an.

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