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Wohn-Riester: Attraktive Angebote für Häuslebauer

Wohn-Riester  

Attraktive Angebote für Häuslebauer

17.05.2010, 17:31 Uhr | apn, dapd

Wohn-Riester: Attraktive Angebote für Häuslebauer. Für viele Häuslebauer lohnt sich der Wohn-Riester (Foto: dpa)

Für viele Häuslebauer lohnt sich der Wohn-Riester (Foto: dpa)

Bauherren und Wohnungskäufer können mit Wohn-Riester eine erkleckliche Menge Geld bei der Finanzierung ihrer Immobilie sparen. Bis zum Rentenbeginn kann sich dieser Vorteil für eine Familie auf mehr als 50.000 Euro summieren, wie das Magazin "Finanztest" der Stiftung Warentest errechnet hat. Besonders interessant ist die Finanzierung nach Angaben der Experten über einen Bausparvertrag, denn das ist derzeit die kostengünstigste Variante. Zudem sind Wohn-Riester-Angebote von Banken und Kreditvermittlern weiterhin Mangelware. "Ein Riester-Bausparvertrag ist vor allem für diejenigen attraktiv, die recht sicher sind, dass sie später mal ein Eigenheim bauen oder kaufen werden", sagt Finanztest-Experte Jörg Sahr. Für alle anderen lohne es sich nicht. Zwar wird die Förderung auch für die bloße Ansparung von Guthaben gewährt, wegen der niedrigen Verzinsung und hoher Gebühren lohne sich das jedoch nicht. Wer per Bausparvertrag Wohn-Riester nutzen will, sollte unbedingt mehrere Offerten vergleichen und sich ein konkretes Angebot mit Anspar- und Tilgungsplan erstellen lassen, rät Sahr.

Geld vom Riester-Konto kann genutzt werden

Beim Wohn-Riester werden Kauf oder Bau einer Wohnung oder eines Hauses rückwirkend seit 2008 staatlich gefördert. Die Zulagen betragen pro Erwachsenem 154 Euro jährlich, für jedes Kind 185 Euro. Für ab 2008 geborene Kinder sind es sogar 300 Euro. Um die volle Förderung zu erhalten, müssen zusammen mit den staatlichen Zulagen vier Prozent des Jahreseinkommens auf den Riester-Vertrag eingezahlt werden. Der geförderte Höchstbetrag beträgt 2100 Euro. Wer schon ein Riester-Konto besitzt, kann die Sparsumme vollständig für den Immobilienkauf oder -bau nutzen. Das ist nach Ansicht von Finanzexperten auch empfehlenswert, denn so müssen geringere Kredite aufgenommen und weniger Zinsen gezahlt werden.

Zinsversicherung für die Zukunft

Der zweite Baustein beim Wohn-Riester ist ein besonderes Darlehen, das von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zertifiziert sein muss. Das kann ein Riester-Darlehen mit direkter Tilgung (Annuitätendarlehen) sein, das sich von einem gewöhnlichen Darlehen nur durch die Förderung unterscheidet. Eine weitere Möglichkeit ist der Kombikredit einer Bausparkasse, der aus einem Bausparvertrag und einem tilgungsfreien Darlehen besteht. Mit dem Darlehen finanziert die Baussparkasse die Bausparsumme vor, bis ein vereinbartes Mindestguthaben angespart und der Bausparvertrag zugeteilt wird. Dann erhält der Kunde sein Guthaben und das Bauspardarlehen. "Der Vorteil zu einem klassischen Banksparplan besteht darin, dass man die Möglichkeit hat, später ein zinsgünstiges Darlehen zu bekommen, dessen Zinssatz heute schon feststeht. Das ist also eine Zinsversicherung für die Zukunft", sagt Sahr.

Beste Konditionen der Bausparkassen

Aktuell sind die Bauzinsen äußerst günstig. Geförderte Riester-Darlehen gibt es bei Kreditinstituten jedoch nur selten zu Top-Konditionen, wie eine aktuelle Marktuntersuchung des Magazins "Ökotest" zeigt. Zwar bieten 22 der 70 untersuchten Banken und Vermittler auch die Eigenheim-Finanzierung mit Riester-Förderung an. Hinter den Offerten verbergen sich jedoch fast ausschließlich drei Institute, und in allen untersuchten Modellfällen liegen die Zinsen lediglich im Marktdurchschnitt. Einzige Ausnahme sind die Kombikredite der Bausparkassen. Hier ermittelten die Tester beim besten Anbieter einen Gesamt-Effektivzins von nur 4,06 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von rund 22 Jahren.

Wohn-Riester bislang ein Flop

Trotz attraktiver Förderung ist Wohn-Riester nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Bremen bislang ein Flop. Zwar wurden bei den Bausparkassen im vergangenen Jahr rund 340.000 Verträge abgeschlossen, dabei handele es sich aber zu 95 Prozent um reine Sparverträge, sagt Finanzexperte Arno Gottschalk. Zudem gebe es nur wenige Anbieter von Riester-Darlehen. Ein Grund dafür sei, dass die Unternehmen offenbar nicht bereit seien, ihre Berater entsprechend fortzubilden. Dabei eröffne Wohn-Riester den Kunden eine sehr attraktive Nutzung der staatlichen Zulagen. "Die Frage ist, warum das nicht öfter geschieht", sagte Gottschalk.

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