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DIW: Experten erwarten Rente mit 70

Wirtschaftsforscher  

Experten erwarten Rente mit 70

31.05.2010, 14:15 Uhr | jdc mit dpa-AFX, dpa-AFX

DIW: Experten erwarten Rente mit 70 . Die EU fordert die Rente mit 70 (Foto: dpa)

Die EU fordert die Rente mit 70 (Foto: dpa)

Die Rente mit 70 ist nach Experten-Ansicht unausweichlich. "Das ist schlicht die bittere Wahrheit", sagte der Präsident des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Klaus Zimmermann der, "Saarbrücker Zeitung". Die EU-Kommission hat den Mitgliedsländern empfohlen, die Lebensarbeitszeit schrittweise bis 2060 auf 70 Jahre anzuheben. "Das wird viel früher kommen", prophezeite Zimmermann, "schon deshalb, weil die Lebenszeit sich ständig erhöht und die Menschen das sehr gesund erleben." Auf der anderen Seite würden die Kosten für das Rentensystem so stark steigen, dass sie nicht mehr durch das soziale Sicherungssystem getragen werden könnten. Das Jahr 2060 sei für die Rente mit 70 viel zu spät. (Lesen Sie hier die häufigsten Irrtümer über die Rente)

Sozialverband lehnt Rente mit 70 ab

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) lehnt die Rente mit 70 dagegen entschieden ab. Das sei wie bei der Rente mit 67 nichts anderes als ein weiterer Versuch, die Altersbezüge durch die Hintertür zu kürzen, sagte Verbandspräsident Adolf Bauer der "Rheinpfalz am Sonntag". Nicht ohne Grund liege das tatsächliche Renteneintrittsalter gegenwärtig bei deutlich unter 65 Jahren.

FDP auch gegen hohes Renteneintrittsalter

Gegen die Einführung des Renteneintrittsalter 70 sprach sich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) aus. "Wir haben gerade erst begonnen, das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre zu erhöhen. Ich verstehe die Empfehlung der EU-Kommission als Aufforderung an die Länder, die diese Maßnahme noch nicht ergriffen haben", sagte er dem "Hamburger Abendblatt".

Länder sollen selber das Alter bestimmen

Die EU-Kommission will ein "Grünbuch zur Rentenpolitik" am 23. Juni präsentieren. Ein konkretes Alter für den Renteneintritt empfiehlt Brüssel darin nicht, da die Länder selbstständig über ihre nationalen Rentensysteme entscheiden. Die Kommission geht davon aus, dass die Europäer 2060 etwa sieben Jahre länger leben als heute. Demnach müsste das Renteneintrittsalter von den heute angestrebten 65 auf knapp 70 Jahre verschoben werden. In Deutschland wird von 2012 bis 2030 in kleinen Schritten die Rente mit 67 eingeführt. (Lesen Sie hier, wie Europas Staaten ihre Defizite runterfahren wollen)

Vertrauensverlust bei Rentnern

SoVD-Präsident Bauer warnte vor zunehmendem Einfluss der EU auf die Rentenpolitik der Mitgliedsstaaten. Es würde einen enormen Vertrauensverlust bei den 20 Millionen Rentnern für die Bundesregierung bedeuten, wenn sie sich von Brüssel in die Alterssicherung reinregieren lasse. Stattdessen solle sie sich stärker als bisher vor allem für den Erhalt des gegenwärtigen Rentenniveaus in Deutschland einsetzen.

Ratgeber: Rente mit 60

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