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Geförderte Altersvorsorge: Selbst riestert die Frau

Geförderte Altersvorsorge  

Selbst riestert die Frau

12.07.2010, 13:26 Uhr | apn, jdc, dapd, t-online.de

Geförderte Altersvorsorge: Selbst riestert die Frau. Frauen mit wenig Einkommen können dank Riester-Rente fürs Alter vorsorgen (Foto: imago)

Frauen mit wenig Einkommen können dank Riester-Rente fürs Alter vorsorgen (Foto: imago)

Kinder, Haushalt - und keine eigene Altersvorsorge? Muss nicht sein, meinen Rentenexperten. Mit einem freiwilligen Riester-Sparvertrag können sich auch Hausfrauen und Mütter mit wenig bis null Einkommen ein kleines, eigenes Polster fürs Alter aufbauen - ob sie verheiratet sind oder Single, berufstätig oder arbeitslos, in Elternzeit, mit Teilzeit- oder Minijob. Die staatliche Förderung bei der Riesterrente macht es möglich. Sucht sich Frau dann noch einen kostengünstigen Sparvertrag, kann sie optimal profitieren.

Mit 5 Euro dabei

"Eine fast geschenkte Mini-Rente", nennt Merten Larisch, Altersvorsorgespezialist der Verbraucherzentrale Bayern, das Riester-Sparen. Manche Frauen müssten dafür fünf Euro im Monat aufbringen, andere etwas mehr. Sehr viele jedoch nicht einen einzigen Cent. Gerade für Frauen mit Kindern sei diese Form der Altersvorsorge lukrativ, meint Antje Scherbarth von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA). Allerdings wissen längst nicht alle förderberechtigten Frauen von ihrer Chance. Dazu kommt: Nur wer sie in jungen Jahren ergreift, hat Zeit genug, eine kleine Rente aufzubauen, die bei etwa 50 Euro monatlich und mehr liegen kann, je nach Einzelfall. Außerdem müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Ein Ehemann mit Riesterrente, die dreijährige Kindererziehungszeit oder ein Mini-Job unter bestimmten Vorzeichen. Frauen, die Arbeitslosengeld I oder II beziehen, dürfen ebenfalls riestern, wenn sie wollen.

Für Neugeborene 300 Euro Zulage im Jahr

Besonders einfach haben es Hausfrauen und Mütter, die einen Mann mit Riesterrente geheiratet haben und nach Hochzeit oder Familiengründung zu Hause bleiben. Ist der Gatte ein pflichtversicherter Angestellter, Beamter, Landwirt oder Berufssoldat und damit selbst förderberechtigt, kann die Partnerin einen eigenständigen Vertrag abschließen - auch ohne eigenen Job und Einkommen. Hauptsache, der Ehemann riestert ebenfalls. Seine Ehefrau muss für ihren Partnervertrag dann keinen Cent an Beiträgen einzahlen.

Was das Riester-Konto der Frau im Laufe der Jahre wachsen lässt, sind Zulagen. Eine Mutter mit zwei Kindern im Teenageralter bekommt zum Beispiel 524 Euro jährlich vom Staat zum Aufbau der Altersvorsorge geschenkt: 154 Euro für sich selbst und 185 Euro pro Kind. Für Kinder, die ab 2008 geboren sind, gibt es sogar je 300 Euro im Jahr. Ist nichts anderes vereinbart, fließt die Kinderzulage in den Vertrag der Mutter, wie Sylvia Beckerle, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, erläutert. Deutlich schwerer dagegen haben es alleinerziehende Mütter ohne Ehering und Job. Auch sie haben nach der Geburt ihres Kindes die Chance auf einen gesponserten Riester-Vertrag - allerdings nicht kostenfrei, wie bei verheirateten Frauen möglich, sondern gegen Selbstzahlung eines Mindestbetrags von 60 Euro im Jahr (oder fünf Euro im Monat). Ist die Elternzeit vorbei, gibt ihnen der Staat jedoch nichts mehr zum Aufbau der Altersversorgung dazu. Reicht das Geld, kann die Frau ihre Riester-Police zwar weiter besparen. Die Förderung ist aber weg.

Umweg über den Mini-Job

Falls eine Rückkehr in den Beruf nicht drin sein sollte, gibt es dennoch einen Ausweg: eine Beschäftigung suchen, etwa einen Mini-Job auf 400-Euro-Basis. Zahlt die Geringverdienerin dann freiwillig einen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung ein, sprudeln die staatlichen Riester-Zulagen wieder. Zur Absicherung der Rente müssen dann noch fünf Euro im Monat aus eigener Tasche bezahlt werden. "Schon bei einem Kind kann sich das lohnen, bei mehreren, noch dazu Neugeborenen, sowieso", meint Beckerle. Ihr Rat: Zur nächsten Verbraucherzentrale gehen und sich alles vorrechnen lassen. Nur wenn absehbar ist, dass den Betroffenen im Alter die Grundsicherung vom Staat zusteht, dürfte sich Riestern nach heutiger Rechtslage nicht auszahlen. Den Umweg über den Mini-Job können auch Geschiedene, freiberuflich Tätige oder mit einem Selbstständigen Verheiratete nutzen und sich so in den Kreis der Förderungsberechtigten hineinmanövrieren.

Über die Hälfte der t-online.de-Nutzer riestert nicht

Bei einer abgeschlossenen Umfrage unter 15.400 t-online.de-Nutzern gaben 57,2 Prozent an, dass sie überhaupt nicht riestern. 22,6 Prozent der Riester-Sparer unter den Befragten setzen auf eine geförderte Rentenversicherung. 15,4 Prozent sparen mit Riesterfondssparplänen fürs Alter. Banksparpläne (3,1 Prozent) sowie Wohn-Riester (1,7 Prozent) werden kaum von t-online.de-Lesern genutzt.

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