Sie sind hier: Home > Finanzen > Altersvorsorge > Rentenbesteurung >

Rentensystem: Sozialverbände klagen gegen Renten-Kürzungsfaktoren

Rentensystem  

Sozialverbände klagen gegen Renten-Kürzungsfaktoren

23.02.2011, 16:57 Uhr | dapd, dapd

Rentensystem: Sozialverbände klagen gegen Renten-Kürzungsfaktoren. Der Sozialverband SoVD kämpft um die Höhe der Renten (Foto: imago)

Der Sozialverband SoVD kämpft um die Höhe der Renten (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Die beiden Sozialverbände VdK und SoVD klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Einschnitte für Senioren nach den jüngsten Rentenreformen. Ziel sei es, die Abzüge nach dem sogenannten Riester-Faktor und dem Nachhaltigkeitsfaktor auszuhebeln, sagte die Leiterin der SoVD-Rechtsabteilung, Martina Gehrmann, der Nachrichtenagentur dapd.

Rentenanstieg geringer als Inflation

Beide Verbände legten Verfassungsbeschwerde gegen die Mini-Rentenerhöhung vom 1. Juli 2007 ein. Damals waren die Bezüge nur um 0,54 Prozent angehoben worden. Weil dies weniger als die Inflationsrate war, hätten die Rentner Einbußen erlitten, rechneten VdK und SoVD vor. Eine weitere Klage gegen die Renten-Nullrunde 2005 läuft bereits und ist noch nicht entschieden, wie Gehrmann sagte.

Nur "punktueller" Eingriff der Regierung

Die Verbände hoffen nach eigener Darstellung darauf, dass Karlsruhe seine Rechtsprechung konkretisiert. Mit einer Klage gegen die Nullrunde 2004 waren sie gescheitert. Die damalige rot-grüne Bundesregierung hatte wegen eines Milliardendefizits in der Rentenkasse die Rentenerhöhung gestrichen. Das Verfassungsgericht sah darin aber keinen Verstoß gegen das Grundgesetz, unter anderem, weil der Eingriff nur "punktuell" gewesen sei.

Rente folgt nicht mehr der Lohnentwicklung

Aus Sicht der Verbände ist nun aber von "punktuell" keine Rede mehr. Vielmehr werde durch die mit den Rentenreformen 2000 und 2004 eingeführten Kürzungsfaktoren systematisch das Prinzip ausgehebelt, dass die Rente der Lohnentwicklung folgt, sagte Gehrmann. Die Faktoren führen regelmäßig dazu, dass die Altersbezüge weit weniger steigen als die Löhne und Gehälter der Berufstätigen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Wirtschaft
Stadt der Rentner

In Chemnitz wird bald jeder Dritte über 65 Jahre alt sein. Das ist Rekord in Europa. zum Video


Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal