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Rürup fordert Reform der Rente mit 67

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Rürup fordert Reform der Rente mit 67

07.07.2011, 11:03 Uhr | dapd, bv, dapd, t-online.de

Rürup fordert Reform der Rente mit 67. Rentenexperte Bert Rürup macht sich Gedanken über die Rente mit 67 (Foto: imago) (Quelle: imago)

Rentenexperte Bert Rürup macht sich Gedanken über die Rente mit 67 (Foto: imago) (Quelle: imago)

Der Rentenexperte Bert Rürup hat eine zügige Reform der Rente mit 67 gefordert. Grund sei die Alterung der Gesellschaft. In einem Beitrag für das Hamburger "Abendblatt" schrieb Rürup: "Ich bin mir sicher, dass wir in 20 Jahren angesichts der perspektivisch weiter steigenden Lebenserwartung ernsthaft über eine weitere Erhöhung diskutieren werden." Vorher solle aber erst einmal die Rente mit 67 reformiert werden.

Um schon jetzt einer drohenden Altersarmut vorzubeugen, empfiehlt der frühere Chef der "Wirtschaftsweisen" eine Öffnung der gesetzlichen Rentenversicherung: "Altersarmut ist in den letzten Jahren gestiegen, aber mit 400.000 Empfängern - dies sind 2,3 Prozent der über 65-Jährigen - noch kein relevantes gesellschaftliches Problem." Ein großer Teil davon habe aber nie in die Rentenkasse einbezahlt.

Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung?

Mittelfristig werde dieses Risiko jedoch steigen, warnte Rürup. Er erwarte daher eine Erweiterung des Versichertenkreises der gesetzlichen Rentenversicherung auf alle Selbstständigen. Dies würde jedoch nicht nur den Kreis der Einzahler, sondern auch der Anspruchsberechtigten vergrößern.

Rürup verwies darauf, dass die früheren Sozialminister Norbert Blüm und Walter Riester eine Beitragsobergrenze von 24 Prozent in der gesetzlichen Rentenversicherung festgeschrieben haben. Um diese Grenze einhalten zu können, werde das Rentenniveau flexibel gehandhabt. Noch betrage der Anteil der gesetzlichen Rente in deutschen Rentnerhaushalten 85 Prozent. Nur 15 Prozent entfielen auf private Vorsorge oder Betriebsrente. In den nächsten 30 Jahre werde sich dieses Verhältnis jedoch auf etwa 60 zu 40 Prozent verschieben. Damit werde die private Altersvorsorge immer wichtiger, wenn der Lebensstandard im Alter gehalten werden solle.

Wirtschaftsprofessor und Rentenexperte

Der frühere Darmstädter Wirtschaftsprofessor Rürup ist eng mit dem AWD verbunden, einem Vermittler privater Altersvorsorgeprodukte. Rürup arbeitete zunächst als Berater für den AWD. Später tat er sich mit AWD-Gründer Carsten Maschmeyer in der MaschmeyerRürup AG zusammen, einer Beratungsgesellschaft. Er ist außerdem Namensgeber der Rürup-Rente (offiziell: Basisrente), einer kapitalgedeckten, staatlich geförderten Form der Altersvorsorge, die hauptsächlich für Selbstständige interessant ist, da diese nicht riestern können.

Rente mit 67

Das gesetzliche Rentenalter in Deutschland liegt derzeit noch bei 65 Jahren, soll aber allmählich auf 67 ansteigen. Wer vor 1947 geboren ist, kann mit 65 in Rente gehen, Jahrgänge ab 1964 erst ab 67. Für die Jahrgänge dazwischen gibt es monatliche oder zweimonatliche Schritte. So beträgt das Rentenalter für den Jahrgang 1958 zum Beispiel genau 66 Jahre, für 1959 geborene sind es 66 Jahre und zwei Monate.

Rente mit 67 - Was ändert sich ab Januar 2012?

Die Anhebung des Rentenalters sorgt immer wieder für Streit. Grund dafür ist unter anderem, dass das effektive Renteneintrittsalter in Deutschland aktuell nur bei etwa 62 Jahren liegt. Viele Berufsgruppen mit schwerer körperlicher Arbeit fürchten, nicht bis zur Rentengrenze durchzuhalten. Sie müssten dann unfreiwillig Abschläge hinnehmen. Eine steigende Lebenserwartung macht es allerdings nötig, das Rentenalter anzuheben. Während ein Deutscher 1960 nur rund zehn Jahre Rente bezog, ist die Bezugsdauer inzwischen auf 13 Jahre für Männer und 22 Jahre für Frauen gestiegen.

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