Sie sind hier: Home > Finanzen > Altersvorsorge > Rentenbesteurung >

Rente wegen der Schuldenkrise in Gefahr

Sinn befürchtet für die deutschen Rentner das Schlimmste

27.07.2011, 07:19 Uhr | cs, t-online.de

Für Hans Werner Sinn werden die deutschen Rentner die ersten sein, die die Zeche für die dramatische Staatsverschuldung in Europa zahlen müssen. Dem "Münchner Merkur" sagte der Chef des Ifo-Instituts, er fürchte Rentenkürzungen, falls Deutschland tatsächlich für die Schulden der europäischen Krisenstaaten wie Griechenland oder Portugal gerade stehen müssten. Er warnte vor weiteren milliardenschwere Hilfspaketen und forderte: Griechenland muss raus aus der Eurozone.

Die deutschen Renten werden leiden

"Die wahrlich gigantischen Umverteilungslasten, die Deutschland im Falle einer Sozialisierung der Staatsschulden der Krisenländer aufgebürdet werden, können nicht geschultert werden, ohne dass die Renten der Bevölkerung darunter leiden", sagte Sinn dem Blatt. Deutschland habe ohnehin viel zu wenig junge Leute, um die Renten zu sichern. "Wenn die wenigen Arbeitnehmer, die uns in zwanzig Jahren verblieben sind, auch noch die Staatsschulden der Südländer tragen sollen, dann muss man für die Rentner das Schlimmste befürchten."

Damit es für die deutschen Rentner nicht so weit kommt, legt Sinn Griechenland der Euro-Austritt nahe. Das Land konsumiere deutlich mehr als sein Volkseinkommen hergebe. Damit lebe Hellas über seine Verhältnisse - "in einem Maße, wie es bislang noch kein Land in der Geschichte gekonnt hat." Aus diesem Grund müsse man die Rettung mittels öffentlicher Mittel in Frage stellen.

Fehlende Wettbewerbsfähigkeit

Sinn sieht auch keine große Chancen, das marode Griechenland wieder flott zu machen. Denn das größte Problem der Griechen sei die fehlende Wettbewerbsfähigkeit. "Griechenland müsste seine Löhne und Preise um 20 bis 30 Prozent kürzen", erklärte Sinn dazu. Doch das könne die Regierung ihrer Bevölkerung nicht zumuten. Da dieser Weg nicht zur Verfügung stehe, sieht Sinn "ökonomisch für Griechenland nur die einzige Lösung, auszutreten aus dem Euroraum, abzuwerten und dann später wieder zurückzukehren."

Dieser Schritt würde zwar die griechischen Banken heftig unter Druck setzen. Sinn spricht von einem "gewissen Gewitter". Dieses bleibe aber auf die Region beschränkt. Das restliche Europa sein nur am Rande betroffen. "Nach dem Gewitter scheint dann aber auch die Sonne wieder. Nach einem halben Jahr ist das Land in der Regel durch und fängt wieder an zu wachsen." Das sei besser als viele Jahre weiter zu schrumpfen. Und würde dem deutschen Rentner die Angst vor der Zukunft nehmen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Die neuesten Technik-Trends: Mieten ist das neue Kaufen
OTTO NOW entdecken
Anzeige
Sichern Sie sich 40% Rabatt auf den nächsten Möbeleinkauf
bei der Jubiläumsaktion auf XXXLutz
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal