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Vermögen: Bürger bauen trotz Krise mehr Ersparnisse auf

Vermögen  

Bürger bauen trotz Krise mehr Vermögen auf

24.01.2012, 08:13 Uhr | dpa-AFX, dapd, t-online.de - mmr, dpa-AFX, dapd, t-online.de

Deutschlands Privathaushalte haben trotz der Unsicherheit an den Finanzmärkten im vergangenen Jahr ihr Vermögen gesteigert. Wie aus einer Studie der Vermögensverwaltungs-Gesellschaft Allianz Global Investors (AGI) hervorgeht, legte das Bruttogeldvermögen in diesem schwierigen Börsenjahr um schätzungsweise rund ein Prozent auf 4,74 Billionen Euro zu. Jeder Deutsche verfügte demzufolge im letzten Jahr über Ersparnisse von rund 57.900 Euro - 600 Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Abzüglich der Schulden lag das Nettogeldvermögen der Deutschen 2011 bei insgesamt 3,18 Billionen Euro, im Vergleich zu 3,15 Billionen Euro für 2010.

Börseneinbruch zehrte Gewinne des ersten Halbjahres auf

Der Rückenwind der Kapitalmarkt-Entwicklung, der in den vorangegangenen beiden Jahre noch zu spüren war, blieb 2011 allerdings aus. Vielmehr machte der Börseneinbruch im Sommer einen großen Teil des Vermögensaufbaus aus dem ersten Halbjahr zunichte. Das Bruttogeldvermögen legte im abgelaufenen Jahr nach Schätzungen von AGI nur um knapp 50 Milliarden Euro zu.

Kurzfristige Geldanlagen gefragt

Vor allem die Sicherheit der Kapitalanlage war im vergangenen Jahr angesichts der unruhigen Märkte ein wichtiges Thema für die Bundesbürger. Den Großteil ihres Geldes legten die Deutschen auf kurzfristig verfügbaren Konten an. Der Bestand an Sichteinlagen stieg dabei um knapp 40 Milliarden Euro. Die teilweise Auflösung von Sparguthaben deutet für die AGI-Ökonomin Renate Finke darauf hin, dass die Anleger an der kurzfristigen Verfügbarkeit der Gelder interessiert waren, um Investitionsgelegenheiten schnell nutzen zu können.

Tagesgeld, Aktien, Anleihen, Versicherungen

Die vorsichtige Haltung der deutschen Anleger zeigt sich auch in der Aufteilung des Geldvermögens. Etwa 40 Prozent (1,9 Billionen Euro) des Geldes liegen als Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie Sparbriefen bei Banken und Sparkassen. Der Anteil der Kapitalmarktprodukte wie Aktien, Investmentfonds und Rentenpapiere sank hingegen um einen Prozentpunkt auf 23,5 Prozent. Der Anteil an Versicherungen belief sich auf rund 30 Prozent.

James Dilworth, AGI-Chef in Europa, sieht eine Änderung im Anlageverhalten der Deutschen: "Infolge der Finanzmarktkrisen der letzten Jahre ist das Thema Sicherheit in der Prioritätenliste der Privatanleger noch weiter nach oben gerückt. Wir sehen von Seiten unserer Kunden eine große und steigende Nachfrage nach Kapitalanlagen mit intelligenten Risikomanagement-Systemen."

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