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Hoffnung für Opfer von britischer Versicherung Equitable Life

Hoffnung für Opfer von britischer Versicherung Equitable Life

15.02.2012, 17:57 Uhr | dpa, AFP , AFP, dpa

Hoffnung für Opfer von britischer Versicherung Equitable Life . Der Bundesgerichtshof hat im Sinne der Kunden entschieden (Quelle: dapd)

Der Bundesgerichtshof hat im Sinne der Kunden entschieden (Quelle: dapd)

Deutsche Kunden des englischen Lebensversicherers Equitable Life Assurance Society können weiter auf Schadensersatz hoffen. Wie der Bundesgerichtshof (BGH) entschied, sind noch nicht alle möglichen Ansprüche wegen mangelhafter Aufklärung verjährt. Der Versicherer hatte mit Überschüssen geworben, die deutlich über denen der deutschen Mitbewerber lagen.

Dass die Versicherung 2002 in Großbritannien einen Vergleich angemeldet habe, ändere daran nichts. Nun muss die Vorinstanz prüfen, welcher Anteil der vom Kläger geforderten rund 198.000 Euro noch nicht verjährt ist. Das Urteil ist für eine Reihe weiterer Fälle von Bedeutung (AZ: IV ZR 194/09).

Kunden getäuscht

Im konkreten Fall hatte ein Kunde beanstandet, er sei über die aus seiner Sicht nicht ordnungsgemäße Geschäftspolitik - unter anderem die unzureichende Bildung von Deckungskapital und die Verwendung veralteter Sterbetafeln - nicht aufgeklärt worden. Der Kläger hatte 1999 bei dem ältesten britischen Versicherer eine "Investment-Lebensversicherung" abgeschlossen, da das Unternehmen mit jährlichen Überschüssen warb, die deutlich über denen der deutschen Konkurrenz lagen.

Gesellschaft brachte deutsche Tochter in Bedrängnis

Die 1762 gegründete Gesellschaft war dann wegen zu geringer Rücklagen, die bis Anfang der 1990er Jahre zurückreichten, ins Trudeln geraten, und musste 2002 vor einem britischen Gericht einen Vergleichsplan anmelden. Damit brachte sie dann auch die Kunden ihrer deutschen Tochter in Bedrängnis, weil Überschussbeteiligungen gekürzt und für die finanziellen Nöte der britischen Mutter eingesetzt wurden.

Mehr als eine Million Briten verloren Altersvorsorge

Wegen des Debakels der Equitable Life hatten allein mehr als eine Million Briten einen Teil ihrer Altersvorsorge verloren. Nach Angaben des Europaparlaments waren davon auch zahlreiche Versicherungsnehmer in Deutschland und Irland betroffen. Das EU-Parlament hatte deshalb 2006 einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der die europarechtlichen Konsequenzen der Affäre prüfen sollte.

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