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Deutsche unterschätzen Höhe ihrer Renten

Deutsche unterschätzen Höhe ihrer Renten

17.07.2012, 17:34 Uhr | t-online.de

Deutsche unterschätzen Höhe ihrer Renten. Viele Deutsche sind im Hinblick auf ihre künftige Rentenhöhe pessimistisch (Quelle: imago images)

Viele Deutsche sind im Hinblick auf ihre künftige Rentenhöhe pessimistisch (Quelle: imago images)

Die Rente in Deutschland ist offenbar besser als ihr Ruf. Zumindest werden die meisten Bürger als Rentner wohl mehr Geld erhalten, als sie selbst erwarten. Das ergibt sich aus der Auswertung des Rentenschätzers von t-online.de nach zwei Millionen Abfragen, die am Dienstag erreicht wurden. Demnach schätzen 46 Prozent der Nutzer ihre spätere Rente zu niedrig, 30 Prozent liegen in etwa richtig und 24 Prozent erwarten höhere Summen, als sie tatsächlich bekommen werden.

Für Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sind die Zahlen gar nicht einmal so überraschend. Der Altersvorsorge-Experte sagte zu t-online.de: "Die Anbieterseite hat ja nun jahrelang ganze Arbeit geleistet, unterstützt von einigen Wissenschaftlern, den Verbrauchern einzureden, dass die Rente nicht reicht und dass jeder privat vorsorgen muss. Das systematische Schlechtreden der gesetzlichen Rente führt dann im Ergebnis dazu, dass viele die Rentenhöhe unterschätzen."

Verbraucherschützer sieht Diskussion um Rentenlücke kritisch

Im Hinblick auf die vielbeschworene Rentenlücke im Alter rät Nauhauser zur Vorsicht: "Es fließen so viele Unbekannte in die Rechnung mit ein, dass Sie jedes beliebige Ergebnis ausrechnen können, wenn Sie wollen." Niemand könne wissen, wie sich sein Einkommen, die Inflation und die Rendite über Jahrzehnte entwickele. Deshalb sollten Verbraucher besonders jene Altersvorsorge-Produkte kritisch prüfen, die eine lange Laufzeit haben und bei denen die Kosten trotzdem voll zu Vertragsbeginn bezahlt werden müssten.

Stattdessen sollten Verbraucher Geld, das sie zurücklegen können, lieber breit in Tages- und Festgeld sowie internationale Aktienfonds streuen. Auch Immobilien und - in kleinen Dosen - Edelmetalle könnten zur Risikostreuung beitragen. "Auch innerhalb dieser Anlageklassen sollte man auf gute Streuung und günstige Kosten achten - bei Aktien also mit Aktienfonds und bei Immobilien mit mehreren Immobilienfonds", sagte Nauhauser.

"Unterschätzer" werden weniger

Seit dem Start des Rentenschätzers hat sich die Genauigkeit der abgegebenen Schätzungen übrigens unterschiedlich entwickelt. Während anfangs mit fast 52 Prozent sogar noch mehr Nutzer ihre Rente unterschätzten als jetzt im langjährigen Durchschnitt, nahm die Zahl der "Überschätzer" immer mehr zu - von zunächst 21 auf jetzt etwa 28 Prozent.

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