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Lebensversicherungen bleiben ein Sorgenkind

Lebensversicherungen bleiben ein Sorgenkind

26.07.2012, 10:33 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Lebensversicherungen bleiben ein Sorgenkind. Die Lebensversicherer müssen Rückstellungen für die Zinslücke bilden (Quelle: imago images)

Die Lebensversicherer müssen Rückstellungen für die Zinslücke bilden (Quelle: imago images)

Die deutschen Lebensversicherungen leiden weiterhin unter den niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt - und das führt auf Seiten der Anbieter zu neuen Milliardenlasten. Die Finanzaufsicht BaFin rechnet mit einer Summe von 4,5 Milliarden Euro, wie die "Börsen-Zeitung" unter Berufung auf die Behörde berichtet. Grund sei die sogenannte Zinszusatzreserve, die die Branche für 2012 in ihren Bilanzen bilden müsse. Ein Experte rechnet der Zeitung zufolge sogar damit, dass das Polster auf bis zu sechs Milliarden Euro aufgestockt werden muss.

Reserven für die Zinslücke

2011 hatten die deutschen Lebensversicherer die gesetzlich vorgeschriebene Zinszusatzreserve erstmals bilden müssen. Denn in älteren Policen aus den 90er Jahren war noch ein Garantiezins von 4 Prozent versprochen worden. Der Referenzzins jedoch war auf 3,92 Prozent gefallen. Er wird aus dem durchschnittlichen Zinssatz europäischer Staatsanleihen höchster Bonität über zehn Jahre berechnet. Die Gesellschaften laufen damit Gefahr, ihre Zinsversprechen nicht erfüllen zu können.

Im vergangenen Jahr musste deshalb eine Reserve von 1,5 Milliarden Euro gebildet werden. Eine Verdreifachung sei 2012 nun durchaus realistisch, zitiert die Zeitung die BaFin. Lars Heermann, leitender Analyst der Ratingagentur Assekurata, rechnet maximal mit einer Vervierfachung.

Millionenbeträge für die einzelnen Anbieter

Schon 2011 hatten die Versicherer die Belastungen deutlich zu spüren bekommen: Laut "Börsen-Zeitung" musste die Allianz 266 Millionen Euro zusätzlich bunkern, bei der Generali Deutschland waren es 138 Millionen. Die Axa musste 115 Millionen Euro reservieren und rechnet fürs laufende Geschäftsjahr mit 400 Millionen Euro.

Das Ende der Belastungen ist damit wohl noch nicht erreicht. Hält das Zinstief an, drohen 2013 weitere zusätzliche Rückstellungen. Dann könnte auch für Verträge mit 3,5 Prozent Garantiezins aus den achtziger und neunziger Jahren eine Zusatzreserve fällig werden. Existenzielle Probleme befürchtet Analyst Heermann dennoch nicht: "Das ist kein Sicherheits-, sondern ein Ertragsthema", sagte er.

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