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Rente: Bürger fordern, alle sollen einbezahlen

Rente: Bürger fordern, alle sollen einbezahlen

12.09.2012, 16:19 Uhr | dapd, dpa, t-online.de, dpa-AFX

Rente: Bürger fordern, alle sollen einbezahlen. Die Bekämpfung der Altersarmut ist ein zentrales Thema für die Deutschen (Quelle: imago images)

Immer mehr Rentner müssen Steuererklärungen machen (Quelle: imago images)

Eine Umfrage könnte die Debatte um die Rente weiter anheize: Etwa 72 Prozent der Bundesbürger empfinden das deutsche Rentensystem als ungerecht und sympathisieren mit der Idee einer steuerfinanzierten Grundrente. Dagegen stufen nur rund ein Viertel (24 Prozent) das System als gerecht ein. Das ergab eine für das Magazin "stern" veröffentlichte Umfrage.

Das Konzept der steuerfinanzierten Grundrente, die aus einem Steuertopf finanziert werden soll, in den nicht nur die Beschäftigten, sondern alle Bürger einzahlen müssten, halten 75 Prozent für wünschenswert. Etwa 18 Prozent lehnten diesen Vorschlag ab, so das Magazin.

Frauen besonders unzufrieden

Unzufrieden mit der aktuellen Regelung sind vor allem Frauen: 75 Prozent empfinden das Rentensystem als ungerecht. Bei den Männern sind es 69 Prozent. Um die Rente für Niedrigverdiener aufzustocken, befürworten 53 Prozent die von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgeschlagene Zuschussrente. 40 Prozent lehnen sie ab.

Gespaltene Meinung zur Sicherung der Altersversorgung

In der Frage, wie die Altersversorgung angesichts der steigenden Lebenserwartung gesichert werden soll, zeigen sich die Befragten gespalten: 35 Prozent plädieren laut Umfrage dafür, die Beiträge zur Rentenversicherung zu erhöhen. 30 Prozent meinen, die Bürger sollten mehr vorsorgen und notfalls im Alter auch Einbußen in Kauf nehmen. Eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit über die Altersgrenze von 67 Jahren hinaus halten nur zwölf Prozent für richtig.

Bundeskanzlerin kündigt Vorschläge an

Derweil hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Vorschläge der gesamten Koalition gegen Altersarmut angekündigt. "Die Koalition wird Vorschläge unterbreiten (...) - und zwar relativ bald", sagte sie in der Generaldebatte im Bundestag. Bereits in der Koalitionsvereinbarung hätten Union und FDP sich darauf verständigt.

"Deshalb ist es auch richtig, dass die zuständige Ministerin dafür Vorschläge macht", sagte die Kanzlerin mit Blick auf das auch in der Koalition umstrittene Konzept der Arbeitsministerin. Diese plant eine aus Steuern und Beitragsgeldern finanzierte Zuschussrente für Menschen mit niedrigen Einkommen.

Konzept für Geringverdiener notwendig

Kritik an dem Konzept von von der Leyen kam unlängst von Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP). Zur Vermeidung von Armut sei ein Gesamtkonzept nicht nur für Rentner, sondern auch für Geringverdiener dringend notwendig, so Niebel. "Altersarmut und Erwerbsarmut können bekämpft werden, wenn das Konzept des liberalen Bürgergeldes entsprechend dem Koalitionsvertrag geprüft und umgesetzt wird."

Weiter fügte Niebel hinzu: "Das Konzept des Bürgergeldes ist ein ganzheitlicher Entwurf zur Überprüfung unseres gesamten Sozialsystems. Es motiviert zur Leistung, weil derjenige, der etwas tut, mehr hat, als derjenige, der sich ausschließlich auf Sozialleistung stützt".

Runder-Tisch gefordert

Um im Kampf gegen die Altersarmut aber gut aufgestellt zu sein, forderten Senioren-Union, IG Metall und der Sozialverband VdK einen Renten-Gipfel. Der Vorsitzende der Senioren-Union, Otto Wulff sagte der "Bild"-Zeitung: "Wir brauchen einen breiten Rentenkonsens. Parteien und Verbände müssen sich ohne ideologische Scheuklappen an einen Tisch setzen!"

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