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Riester-Rente: Regierung plant Beipackzettel

Riester-Rente: Regierung plant Beipackzettel

19.09.2012, 16:22 Uhr | AFP, dapd

Riester-Rente: Regierung plant Beipackzettel. Rund 16 Millionen Riester-Renten wurden bislang abgeschlossen (Quelle: imago images)

Rund 16 Millionen Riester-Renten wurden bislang abgeschlossen (Quelle: imago images)

Die Riester-Rente zählt zu den populärsten Finanzprodukten in der privaten Altersvorsorge. Doch die Rentenverträge sind umstritten. Kritiker wie die Stiftung Warentest monieren miese Renditen und mangelnde Transparenz. Das will die Regierung nun ändern. Das Bundesfinanzministerium plant ein einheitliches Produktinformationsblatt, mit dem Verbraucher einen Überblick über anfallende Kosten und die wesentlichen Vertragsmerkmale erhalten sollen, wie ein Ministeriumssprecher mitteilte.

Angaben über Rendite bei Riester-Rente

Schon am Mittwoch nächster Woche soll sich das Bundeskabinett mit einer Vorlage aus dem Haus von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) befassen. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" soll der sogenannte Beipackzettel auch Informationen über die Höhe der garantierten Rente und die Renditeerwartungen enthalten.

Außerdem geplant ist demnach, dass dieser Riester-Check von einer unabhängigen Stelle berechnet, zumindest aber kontrolliert wird. Dies hatte auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Rahmen ihres Rentenpakets gefordert.

Rückwirkung offen

Nach Angaben des Finanzministeriums soll in der Vorlage voraussichtlich auch eine Begrenzung der Kosten bei einem Vertragswechsel geregelt werden. Offen blieb zunächst, ob ein Teil der Beschlüsse auch rückwirkend gilt. Das Bundesverbraucherschutzministerium äußerte sich positiv: "Grundsätzlich begrüßen wir natürlich jede Form der Verbesserung der Transparenz", sagte ein Sprecher.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lobte insbesondere die geplante Einführung des Produktinformationsblatts und die vorgesehene Kostendarstellung. Auch das Anliegen des Gesetzgebers, die steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge zu verbessern, sei "uneingeschränkt zu begrüßen", teilte der Verband mit.

Nur wenige Riester-Produkte überzeugen

In den vergangenen Monaten war die Riester-Rente stark kritisiert worden. Verbraucherschützer werfen den Anbietern vor, unter dem Deckmantel der staatlichen Förderung mangelhafte Produkte mit zu hohen Kosten und zu geringem Ertrag zu verkaufen. In einer Untersuchung der Stiftung Warentest schnitten nur fünf von 29 untersuchten Versicherungsangeboten mit der Note "gut" ab. Von der Leyen will private Altersvorsorge zur Bedingung für die von ihr geplante Zuschussrente für Geringverdiener machen.

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