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Riester-Rente: Berlin will mehr Durchblick schaffen

Neuerungen bei Riester-Rente: Berlin will mehr Durchblick schaffen

26.09.2012, 15:55 Uhr | t-online.de, AFP

Riester-Rente: Berlin will mehr Durchblick schaffen. Riester-Verträge sollen in Zukunft einfacher zu durchblicken sein (Quelle: imago images)

Riester-Verträge sollen in Zukunft einfacher zu durchblicken sein (Quelle: imago images)

Riester-Rentenverträge sollen künftig leichter zu verstehen und besser miteinander zu vergleichen sein. Das Bundeskabinett hat die Einführung einheitlicher Produktinformationsblätter beschlossen, in denen Riester-Anbieter die wichtigsten Eckpunkte von Finanzprodukten zur staatlich geförderten Privatvorsorge auflisten müssen. Vorgesehen sind außerdem Erleichterungen beim Anbieter-Wechsel und für die private Altersvorsorge mit Wohneigentum. Lesen Sie, wie die Neuerungen im Detail aussehen.

Bessere Übersicht für Riester-Kunden

Gestaltung und Inhalt der standardisierten, anbieter- und produktübergreifenden Informationsblätter würden vorgegeben, teilte das Bundesfinanzministerium mit. Verpflichtend für die Beipackzettel seien "eine übersichtliche Darstellung der anfallenden Kosten, der Rendite-Erwartungen und des Anlage-Risikos". Dadurch sollen Verbraucher vor Vertragsabschluss einen Überblick über die Elemente der Verträge bekommen.

Beim Wechsel des Riester-Anbieters sollen künftig die Kosten begrenzt werden, wie das Finanzministerium mitteilte. Demnach sollen dabei fortan maximal 50 Prozent des übertragenen Kapitals bei der Berechnung der Abschluss- und Vertriebskosten berücksichtigt werden. Auch bei den Anbietern, die Verbraucher verlassen, sollen Wechselkosten nach Angaben des Ministeriums gedeckelt werden.

Wohn-Riester flexibler nutzen

Beim sogenannten Wohn-Riester, also der Vorsorge über Wohneigentum, sollen Verbraucher das angesparte Kapital in Zukunft flexibler nutzen können, wie das Finanzministerium mitteilte. Derzeit kann Kapital aus Verträgen zum Wohn-Riester nur eingeschränkt entnommen werden. Dies soll laut Ministerium jetzt geändert werden. Altersvorsorgevermögen solle in Zukunft "jederzeit für die Bildung von selbstgenutztem Wohneigentum entnommen werden" können.

Die Wohn-Riester-Förderung solle zudem für den behindertengerechten Umbau von selbstgenutzten Wohnungen genutzt werden können, teilte das Ministerium mit. Voraussetzung sei, dass die Ausgaben sich auf mindestens 6000 Euro belaufen und innerhalb von drei Jahren nach Kauf oder Fertigstellung einer Immobilie anfallen. Die Regelung gelte zudem für Aufwendungen von über 30.000 Euro. Sachverständige müssten jedoch bestätigen, dass das Kapital mindestens zur Hälfte für den barrierefreien Umbau verwendet wurde.

Rentenbeiträge von der Steuer absetzen

Beiträge zur sogenannten Basisvorsorge fürs Alter sollen künftig bis zu einer Schwelle von 24.000 Euro im Jahr steuerlich geltend gemacht werden können, erklärte das Finanzministerium. Bisher ist dies bis zu einer Schwelle von 20.000 Euro möglich. Zur Basisvorsorge gehören auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Daneben sollen künftig Ausgaben für Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen mit dieser Regelung geltend gemacht werden können.

Regelungen sollen sich für Verbraucher auszahlen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erklärte, die Neuerungen seien "ein richtiger Schritt zu mehr Kundenorientierung". Jedoch sollten weitere "Vorschläge folgen, die sich unmittelbar im Portemonnaie des Verbrauchers auswirken", erklärte vzbv-Vorstand Gerd Billen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft begrüßte die Neuerungen grundsätzlich. "Diverse Einzelheiten der neuen Regelung sind aus unserer Sicht allerdings noch stark erörterungsbedürftig", schränkte der Verband ein.

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