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Unisex-Tarife in der privaten Rentenversicherung

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Unisex-Tarife in der privaten Rentenversicherung

09.11.2012, 16:41 Uhr | ce (CF)

Unisex-Tarife in der privaten Rentenversicherung. Unisex-Tarife für Frauen in der privaten Rentenversicherung bedeuten oft schlechtere Konditionen (Quelle: imago)

Unisex-Tarife für Frauen in der privaten Rentenversicherung bedeuten oft schlechtere Konditionen (Quelle: imago)

Ab dem 21. Dezember 2012 sind Versicherer in der EU dazu verpflichtet, ausschließlich Unisex-Tarife anzubieten. Was heißt das für die private Rentenversicherung? Wer darf mit niedrigeren Beiträgen rechnen – und für wen lohnt sich ein Versicherungsabschluss noch vor dem Stichtag?

Änderungen durch den Unisex-Tarif

Wie die meisten Versicherer zog die private Rentenversicherung das Geschlecht als Berechnungsgrundlage für Beiträge oder zu zahlende Leistungen heran. Bei der privaten Altersvorsorge äußerte sich dies folgendermaßen: Bei gleichen monatlichen Beiträgen, und ansonsten identischen Voraussetzungen wie Alter sowie Renteneintrittsalter erhielten Männer im Alter höhere Auszahlungen als Frauen. Aufgrund ihrer durchschnittlich höheren Lebenserwartung nehmen Frauen die Altersbezüge dafür, rein statistisch, länger in Anspruch.

Mit der Einführung der neuen Unisex-Tarife ändert sich das zukünftig. Männer und Frauen erhalten zukünftig im Alter die gleichen Leistungen durch die private Rentenversicherung. Anders ausgedrückt: Männer müssen künftig deutlich höhere Beiträge zahlen, um die bisher üblichen Leistungen zu erhalten. Frauen hingegen weniger. Laut dem Verbrauchermagazin "Stiftung Warentest" rechnen Experten allerdings nicht damit, dass sich Mehr- und Minderausgaben ausgleichen. Sie prognostizieren aufgrund der Unisex-Tarife stattdessen insgesamt sogar steigende Beiträge.

Private Rentenversicherung: Tarifwechsel sinnvoll?

Für Männer kann es sich lohnen, eine private Rentenversicherung noch vor der Einführung der Unisex-Tarife abzuschließen, um sich günstige Konditionen zu sichern. Denn vor dem Stichtag abgeschlossene Verträge bleiben von den Änderungen unberührt. Allerdings sollten Sie sich trotz des nahenden Stichtages nicht drängen lassen. Informieren Sie gründlich bei verschiedenen Anbietern und vergleichen Sie deren Konditionen. Außerdem sollte Ihnen bewusst sein, dass mit dem Abschluss einer privaten Rentenversicherung langfristige finanzielle Verbindlichkeiten auf Sie zukommen. Stellen Sie daher sicher, dass Sie diese auch leisten können. (Pflegerentenversicherung: Künftig mit Unisex-Tarifen)

Wirtschaft.t-online.de: Verbraucher sollten Unisex-Tarife genau prüfen

Für Frauen Unisex-Tarife nicht unbedingt ein Vorteil

Frauen könnten hingegen damit liebäugeln, ihre bisherige private Rentenversicherung zu kündigen, um in den neuen für sie günstigeren Unisex-Tarif zu wechseln. Dieser Schritt ist allerdings gründlich zu durchdenken, so der Versicherungsexperte Theodor Pischke in einem Interview mit dem Verbrauchermagazin "Stiftung Warentest": "Jetzt eine bestehende private Rentenversicherung zu kündigen wird sich in den allermeisten Fällen jedoch nicht lohnen. Erstens sind die Abschlusskosten oft schon bezahlt und zweitens war der Garantiezins vor Jahren noch erheblich höher als jetzt. Derzeit beträgt er nur noch 1,75 Prozent. Dieser geringe Zinssatz würde dann auch für Neuverträge gelten.

Private Altersvorsorge muss gut durchdacht sein

Überlegen Sie sich gut ob Sie eine private Rentenversicherung abschließen wollen, denn damit gehen Sie eine sehr lange Zahlungsverpflichtung ein. Ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag ist meist mit großen Verlusten verbunden." Ob sich ein Wechsel in Ihrem individuellen Fall lohnt, sollten Sie sich daher unbedingt von einem unabhängigen Experten berechnen lassen. (Kapitallebensversicherung: Was ändert sich durch Unisex?)

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