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Rentenbeitrag sinkt ab 2013

Rentenbeitrag sinkt ab 2013

23.11.2012, 14:55 Uhr | dpa, dpa-AFX, dapd

Rentenbeitrag sinkt ab 2013. Ab 2013 profitieren Arbeitnehmer von einem niedrigeren Rentenversicherungsbeitrag (Quelle: dpa)

Ab 2013 profitieren Arbeitnehmer von einem niedrigeren Rentenversicherungsbeitrag (Quelle: dpa)

Deutliche Entlastung für Millionen Beschäftigte und Arbeitgeber im kommenden Jahr: Der Beitragssatz der Rentenversicherung sinkt ab Januar 2013 von derzeit 19,6 auf 18,9 Prozent des Bruttolohns - und damit auf den niedrigsten Stand seit 1996.

Es war bis zuletzt eine Zitterpartie für die Bundesregierung, doch die Rentenversicherung wird im Wahljahr deutlich billiger. Ein Antrag des SPD-regierten Landes Nordrhein-Westfalen auf Anrufung des Vermittlungsausschusses fand schließlich keine Mehrheit im Bundesrat, obwohl auch das Saarland mit seiner CDU/SPD-Regierung den Antrag unterstützte.

Sechs Milliarden Euro Entlastung

Nach Berechnungen des Haushaltsausschusses des Bundestags werden die Arbeitnehmer damit um rund 3,2 Milliarden Euro pro Jahr entlastet. Die Arbeitskosten der Wirtschaft sinken ebenfalls um 3,2 Milliarden Euro. Der Beitragssatz rutscht damit auf den niedrigsten Stand seit 1996.

Gesetzlich bedingte Änderung

Laut Gesetz müssen die Beiträge sinken, wenn die Rücklagen der Rentenversicherung 1,5 Monatsausgaben übersteigen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Ralf Braucksiepe (CDU), sagte, die Senkung sei nicht willkürlich, sondern folge einem gesetzlichen Mechanismus. "Wir reden hier nicht über die Frage, ob wir eine Rücklage haben wollen oder nicht", erklärte Brauksiepe.

Minijobber sind automatisch rentenversichert

Eine wichtige Änderung in der Rentenversicherung gibt es auch für Minijobber: geringfügig Beschäftigte sind künftig automatisch rentenversichert, sofern sie nicht eine Befreiung beantragen.

Im Zuge dieser Neuerung wird die sogenannte Geringfügigkeitsgrenze um 50 Euro angehoben. Demnach dürfen Minijobber insgesamt 450 Euro abgabenfrei verdienen.

Befreiung auf Wunsch

Bei der Anhebung handelt es sich um die erste Erhöhung der Geringfügigkeitsgrenze seit 2003. Wer ab dann eine geringfügige Beschäftigung aufnimmt und rentenversicherungsfrei arbeiten will, muss dies explizit beantragen.

Nach derzeit geltendem Recht ist es genau umgekehrt: Geringfügig Beschäftigte zahlen keine eigenen Beiträge, können den Arbeitgeberbeitrag aber freiwillig aufstocken und damit die volle Absicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung bekommen. Wer bereits einen 400-Euro-Job hat, bleibt auch 2013 versicherungsfrei. Steigt das Gehalt aber über 400 Euro, gilt das neue Recht.

Was die Ermäßigung um 0,7 Prozentpunkte für Arbeitnehmer bringt

Monatseinkommen (brutto)

Entlastung ab 2013

800

2,80

1000

3,50

1200

4,20

1400

4,90

1600

5,60

1800

6,30

2000

7,00

2200

7,70

2400

8,40

2600

9,10

3000

10,50

3500

12,25

4000

14,00

4500

15,75

5000

17,50

5500

19,25

Quelle: dpa

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