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Lebensversicherung: Kürzung von Auszahlungssummen wohl vor dem Aus

Presse: Pläne zur Kürzung von Lebensversicherungen vor dem Aus

04.02.2013, 15:06 Uhr | AFP, dapd

Lebensversicherung: Kürzung von Auszahlungssummen wohl vor dem Aus. Der Streit um die Bewertungsreserven der Lebensversicherungen hält an (Quelle: imago)

Der Streit um die Bewertungsreserven der Lebensversicherungen hält an (Quelle: imago)

Neue Hoffnung für die Kunden von Lebensversicherungen: Die Pläne der Koalition, die Kürzung von Auszahlungssummen zu erlauben, stehen offenbar vor dem Aus. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsbundestagsfraktion, Michael Meister (CDU), sagte der "Passauer Neuen Presse", im Vermittlungsausschuss sei keine Lösung in Sicht. "Es wird in dieser Legislaturperiode mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Einigung geben", sagte er. Derweil ist die finanzielle Situation der deutschen Lebensversicherungen laut "Spiegel" besser als bislang angenommen.

Koalition will Versicherer stützen

Das Thema sei komplex und emotional aufgeladen, sagte Meister. "Eine Verständigung mit der SPD scheint zwar vorstellbar, doch die Grünen wollen hier nur populistisch auf Stimmenfang gehen", sagte Meister.

Mit dem Gesetz sollte es Lebensversicherern ermöglicht werden, die Ausschüttungen zu kürzen. Dies soll aus Sicht der Koalition dazu dienen, die finanzielle Lage der Versicherer langfristig zu stabilisieren. Der Bundesrat hatte das Gesetz gestoppt und an den Vermittlungsausschuss verwiesen.

Bewertungsreserven kräftig gestiegen

Die sogenannten Bewertungsreserven, die bei der Auszahlung einer Lebensversicherung fällig werden, sind derzeit besonders hoch. Zur Absicherung ihrer Garantien setzen die Versicherungskonzerne nämlich vor allem auf festverzinsliche Wertpapiere. Für die gab es vor einigen Jahren jedoch deutlich höhere Zinsen als heute, weshalb viele Versicherer Mühe haben, die garantierten Summen auch tatsächlich auszuzahlen. Darum sollten die Versicherer per Gesetz entlastet werden, was jedoch einen Sturm der Entrüstung hervorrief.

Der "Spiegel" berichtete über interne Zahlen von Aufsehern, wonach sich die Bewertungsreserven bei festverzinslichen Wertpapieren seit Anfang 2011 fast verdreißigfacht hätten - von 2,7 auf 75,1 Milliarden Euro. Andere Anlageformen wie Immobilien mitgerechnet, seien die Bewertungsreserven zuletzt sogar auf 89,7 Milliarden Euro gestiegen. Die Konzerne müssen ihre Kunden an diesen Gewinnen beteiligen, wenn ihr Vertrag ausläuft.

Deutlich geringere Ausschüttungen möglich

Kunden, deren Verträge bald auslaufen, bekämen laut "Spiegel" durch die vorerst gestoppte Neuregelung deutlich geringere Ausschüttungen als zuletzt gedacht.

Aus internen Hochrechnungen, die sich ein Versicherungsvertreter eines großen Unternehmens besorgt habe, geht demnach hervor: Eine Police, die 2017 auslaufe, bringe es nach derzeitigem Stand nur noch auf eine Ablaufleistung von 68.000 Euro statt auf 75.000 Euro. Und ein Vertrag, der für 2026 knapp 330.000 Euro versprach, reduziere sich auf nur noch 295.500 Euro.

Verband: Versicherer müssen gute Anlagen verkaufen

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) widersprach diesen Berechnungen. Wenn das vorerst gestoppte Gesetz nicht komme, würden jene Versicherten weniger Geld ausgezahlt bekommen, deren Verträge später auslaufen, erklärte Verbandschef Jörg von Fürstenwerth.

"Denn die aktuelle gesetzliche Lage zwingt die Lebensversicherer dazu, hoch verzinste Papiere vorzeitig zu verkaufen - um nur auf dem Papier bestehende Buchgewinne an die jetzt ausscheidenden Lebensversicherungskunden hälftig auszuzahlen."

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