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Altersvorsorge: So sichern sich Frauen richtig ab

Altersvorsorge: So sichern sich Frauen richtig ab

12.02.2013, 11:14 Uhr | dpa, dapd, t-online.de

Altersvorsorge: So sichern sich Frauen richtig ab. Frauen sollten unabhängig vom Partner fürs Alter vorsorgen (Quelle: imago/Paul von Stroheim)

Frauen sollten unabhängig vom Partner fürs Alter vorsorgen (Quelle: imago/Paul von Stroheim)

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat kürzlich Alarm geschlagen: Frauen sind demnach deutlich stärker von Altersarmut bedroht als Männer. Sie besitzen laut DIW im Durchschnitt 33.000 Euro weniger als ihre Partner. Um so wichtiger ist es, für den Ruhestand vorzusorgen. Wir erklären, wie sich Frauen am besten absichern.

Warum sich Riester-Verträge lohnen

"Frauen in Partnerschaften sollten frühzeitig mehr Wert auf ihre individuelle Altersvorsorge legen", sagte DIW-Ökonom Markus Grabka der "Welt am Sonntag". Für viele Frauen ist beispielsweise die staatlich geförderte Riester-Rente die erste Wahl. Der Staat fördert alle Riester-Sparer mit maximal 154 Euro pro Jahr. Pro Kind gibt es eine Zulage in Höhe von 185 Euro, für Kinder, die nach dem 1. Januar 2008 geboren sind, sind es sogar 300 Euro.

"Eine fast geschenkte Mini-Rente", nennt Merten Larisch, Altersvorsorgespezialist der Verbraucherzentrale Bayern, das Riester-Sparen. Manche Frauen müssten dafür fünf Euro im Monat aufbringen, andere etwas mehr, sehr viele jedoch nicht einen einzigen Cent. Doch nur wer die Chance in jungen Jahren nutzt, hat Zeit genug, eine kleine Rente aufzubauen, die bei etwa 50 Euro monatlich und mehr liegen kann, je nach Einzelfall.

"Huckepack" beim Ehemann riestern

Besonders einfach haben es Hausfrauen und Mütter ohne Arbeitsstelle, deren Gatte "riestert". Ist der Ehemann pflichtversicherter Angestellter, Beamter, Landwirt oder Berufssoldat und damit selbst förderberechtigt, kann die Partnerin einen eigenständigen Vertrag abschließen - auch ohne eigenen Job und Einkommen. Sie muss für ihren Partnervertrag dann keinen Cent an Beiträgen einzahlen. Frauen, die Arbeitslosengeld I oder II beziehen, dürfen ebenfalls riestern, wenn sie wollen.

Ebenfalls wichtig für Frauen ist eine Risikoabsicherung. Denn wer durch Krankheit oder einen Unfall sein Einkommen einbüßt, kann es sich am Ende nicht mehr leisten, in die Altersvorsorge zu investieren, warnen Experten.

Vorsorge für den Todesfall

Daher raten Fachleute zum frühzeitigen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Ändert sich allerdings die Lebenssituation - etwa durch Heirat, Kinder, Jobwechsel oder Scheidung - sollten die Anlagestrategie überprüft werden, empfiehlt der Bund der Versicherten (BdV) in Hensted-Ulzburg bei Hamburg.

Ebenfalls meist unverzichtbar: eine Risikolebensversicherung, die die Partner und Familie im Todesfall finanziell absichert. Dabei bestimmt die Höhe der Zahlung im Todesfall maßgeblich den Preis für die Versicherung. Die Versicherungssumme sollte aber nicht zu gering sein, sondern sich an der Situation der Familie orientieren. Ein Hauskredit oder die Absicherung einer Firma sollten immer gedeckt sein. Neben der Leistung im Todesfall spielt das persönliche Risiko eine Rolle für die Höhe der Versicherungsprämie. Frauen zahlen aufgrund ihrer längeren Lebenserwartung weniger als Männer.

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Unabhängig vom Partner absichern

Um im Fall einer Trennung abgesichert zu sein, sollten Frauen Versicherungen, die ihnen zugute kommen sollen, immer auf ihren Namen laufen lassen. Auch in den Policen des Partners sollte die Partnerin als Bezugsberechtigte eingetragen sein.

Grundsätzlich gilt: Mit einer professionellen Beratung zu ihrer Altersvorsorge fahren Frauen am besten. Wer die Versorgung im Alter unabhängig vom Partner festlegt, muss auch nicht das finanzielle Aus fürchten, wenn die Partnerschaft scheitert.

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