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Rente mit 67: Experten wollen Rentenalter an Lebenserwartung anpassen

Renten-Experten: Länger leben = länger und mehr arbeiten

07.03.2013, 08:25 Uhr | t-online.de

Rente mit 67: Experten wollen Rentenalter an Lebenserwartung anpassen. Die Rente mit 69 ist für viele derzeit noch unvorstellbar - aber sie wird wohl kommen (Quelle: imago/INSADCO)

Die Rente mit 69 ist für viele derzeit noch unvorstellbar - aber sie wird wohl kommen (Quelle: imago/INSADCO)

Die steigende Lebenserwartung der Menschen in Deutschland muss auch zu einer längeren Lebensarbeitszeit führen - und damit zu einem späteren Beginn des Rentenalters. Das ist die Einschätzung von Experten in der "Bild"-Zeitung. DIW-Präsident Marcel Fratzscher sagte dem Blatt: "Für jedes Jahr hinzugewonnene Lebenserwartung müssen wir etwa ein halbes Jahr länger arbeiten und in die Rentenkasse einzahlen." Auch der Rentenexperte Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg forderte, das Rentenalter anzuheben.

Den Angaben zufolge steigt die Lebenserwartung der Bürger in Deutschland derzeit pro Jahrzehnt um etwa zwei Jahre. Bei diesem Tempo müsse das Renteneintrittsalter spätestens in 15 Jahren auf über 67 Jahre angehoben werden, sagte Raffelhüschen: "Sonst können wir die Rentenkasse nicht stabil halten und den Wohlstand im Alter sichern."

Rente mit 67 ist noch nicht das Ende

Konkret bedeute dies, dass diejenigen, die heute jünger als 50 sind, länger als bis 67 arbeiten müssten: 40-Jährige bis 68, 30-Jährige bis 69 und heute 20-Jährige sogar bis 70. Die Zeitung veröffentlichte eine Tabelle mit der Lebenserwartung von Männern und Frauen. Demnach können Frauen im Alter von derzeit bis zu 20 Jahren durchgehend damit rechnen, über 100 zu werden. Bei Männern liegt die Lebenserwartung durchschnittlich vier bis fünf Jahre niedriger, auch sie werden also mindestens 96 Jahre alt.

Doch die längere Lebensarbeitszeit ist noch nicht das einzige bittere Mittel im Giftschrank der Rentenexperten. Hilmar Schneider vom Institut zur Zukunft der Arbeit sagte der "Bild", auch die Wochenarbeitszeit müsse steigen, um Rentenkassen und Arbeitsmarkt zu entlasten - immerhin bei vollem Lohnausgleich: "Im Schnitt müsste jeder Arbeitnehmer fünf Stunden pro Woche mehr arbeiten."

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