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Renten: Starkes Plus in Ostdeutschland, kleines im Westen

Renten  

Kabinett verabschiedet starkes Renten-Plus in Ostdeutschland

17.04.2013, 13:05 Uhr | AFP, dpa

Renten: Starkes Plus in Ostdeutschland, kleines im Westen. Rentner in Ostdeutschland bekommen 2013 deutlich höhere Rentenerhöhung (Quelle: dpa)

Altersgeld für Beamte, die in die Privatwirtschaft wechseln (Quelle: dpa)

Die Renten steigen in diesem Jahr im Osten sehr viel stärker als im Westen. Das hat am Mittwoch das Bundeskabinett abgesegnet. Für die ostdeutschen Rentner gibt es zur Jahresmitte eine Erhöhung um 3,29 Prozent. Die Ruheständler im Westen Deutschlands müssen sich mit einem Mini-Aufschlag von 0,25 Prozent begnügen. Die Differenz fällt überraschend deutlich aus.

Grund für das stärkere Rentenplus im Osten ist der Anstieg der beitragspflichtigen Beschäftigung in den neuen Ländern. Zum anderen machten sich im Westen noch Abschläge infolge der Rentengarantie bemerkbar. Im vergangenen Jahr waren die Renten im Westen um 2,18 Prozent gestiegen, im Osten um 2,26 Prozent.

Ost-Rentner weniger auf Rentengarantie angewiesen

Die 2009 eingeführte Rentengarantie hatte bewirkt, dass die Altersbezüge auch dann nicht gekürzt wurden, wenn das wegen zurückgehender Gehälter eigentlich hätte geschehen müssen. Zur Kompensation wurden Rentensteigerungen in den Folgejahren halbiert. Dabei waren die Rentner in den neuen Ländern in der weltweiten Wirtschaftskrise von 2009 weit weniger auf die Schutzwirkung der Rentengarantie angewiesen als die Ruheständler im Westen, wo massive Exporteinbrüche auf die Löhne gedrückt hatten.

Ost-Renten nun 91,5 Prozent des West-Niveaus

Einen Rentenaufschlag in ähnlicher Größenordnung wie nun verabschiedet gab es zuletzt für die Ostrentner mit 3,38 Prozent im Jahr 2009. Ostrentner sind jene Ruheständler, die im Gebiet der neuen Bundesländer und Ost-Berlins beschäftigt waren. Mit der Anpassung zum 1. Juli steigen die Renten im Osten nun von 88,8 auf 91,5 Prozent des Westniveaus.

Die Erhöhung führt beispielsweise bei einer Monatsrente von 800 Euro im Westen zu einem Aufschlag von zwei Euro, im Osten von 26,32 Euro. Bei einer Rente von 1200 Euro beträgt das Plus im Westen drei Euro, während sich der Ostrentner über einen Zuwachs von 39,48 Euro freuen kann (siehe Tabelle).

Wie sich das Plus in Euro und Cent auswirkt, zeigt folgende Übersicht (Angaben brutto):

Monatsrente

in Euro

West-Plus
in Euro
Ost-Plus
in Euro
3000,759,87
5001,2516,45
7001,7523,03
9002,2529,61
10002,5032,90
11002,7536,19
12003,0039,48
13003,2542,77
14003,0546,06
15003,7549,35
16004,0052,64
17004,2555,93
18004,0559,22
19004,7562,51
20005,0065,80
22005,2572,38


Von der Leyen kündigt höheres West-Plus für 2014 an

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte, die für die Anpassung ausschlaggebende Lohnentwicklung sei im Osten "merklich höher" als im Westen ausgefallen. Sie freue sich deshalb für die ostdeutschen Rentnerinnen und Rentner, "dass sie beim Rentenwert nun so deutlich aufholen können". Im Westen zeichne sich nach vorläufigen Daten für das nächste Jahr "wieder ein spürbares Plus ab".

Die Rentenanpassung wurde auf der Basis der Lohnentwicklung im vergangenen Jahr berechnet. Den Angaben des Ministeriums zufolge lag die Lohnsteigerung im Westen bei 1,5 Prozent und bei 4,32 Prozent in den neuen Ländern. Die Entwicklung im Westen wird damit erklärt, dass dort die zur gesetzlichen Rentenversicherung beitragspflichtigen Entgelte schwächer gestiegen sind als in den neuen Ländern.

Rentengarantie dämpft Anstieg im Westen

Die Rentengarantie, die im Westen die Erhöhung diesmal zusätzlich dämpfte, nannte die Ministerin "goldrichtig, denn sie hat die Renten der älteren Generation in der Krise geschützt und die deutsche Wirtschaft in schwierigster Lage stabil gehalten". Die Regierung stehe "zum Versprechen an die junge Generation, dass sie die Kosten nicht alleine tragen muss".

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