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DGB befürchtet zunehmende Altersarmut in Deutschland

DGB besorgt: Minirenten steigen immer weiter an

12.06.2013, 11:36 Uhr | AFP

DGB befürchtet zunehmende Altersarmut in Deutschland. Der DGB prophezeit eine düstere Zukunft für Renter. (Quelle: imago images)

Der DGB prophezeit eine düstere Zukunft für Renter. (Quelle: imago images)

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) schaut besorgt in die Zukunft. Denn die Zahl der Minirenten in Deutschland steigt immer weiter an. "Die Rente befindet sich im Sinkflug. Damit kommt tatsächlich wachsende Altersarmut auf uns zu", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wenn das Rentenniveau weiter sinke, würden immer mehr Menschen Grundsicherung benötigen, "auch wenn sie jahrzehntelang in die Versicherung eingezahlt haben".

Die Deutsche Rentenversicherung hatte zuvor bestätigt, dass jede zweite Rente in Deutschland im vergangenen Jahr unter 700 Euro im Monat lag und damit unter der Summe, die Senioren als Grundsicherung im Alter inklusive Heizung und Miete zusteht.

Immer mehr Rentner müssen sich was dazuverdienen

Als Hinweis auf steigende Altersarmut wertete Buntenbach auch die immer größer werdende Zahl von arbeitenden Rentnern. Im Herbst 2012 zählte die Bundesagentur für Arbeit demnach mehr als 812.000 Minijobber, die älter als 65 Jahre waren. Die Gewerkschafterin bewertete die Zahl als ein Alarmsignal: "Minirente in Kombination mit Minijob ist nicht das, was wir für das Alter wollen." Deshalb sei von entscheidender Bedeutung, dass das Rentenniveau stabilisiert werde. Hier müsse die Politik dringend umsteuern, forderte Buntenbach.

Die Gewerkschafterin übte scharfe Kritik an der schwarz-gelben Bundesregierung. Diese habe in ihrer Amtszeit nichts gegen die drohende Altersarmut auf den Weg gebracht, sondern die Risiken noch verschärft. Durch die Senkung des Rentenbeitrags würden Reserven der Rentenversicherung verpulvert, statt eine Rücklage aufzubauen, mit der man die Renten von morgen stabilisieren könne, sagte Buntenbach.

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