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Rentenversicherung "massiv ungerecht": Franz Ruland kritisiert scharf

Ex-Chef der Rentenversicherung: System ist "massiv ungerecht"

14.06.2013, 11:06 Uhr | t-online.de

Rentenversicherung "massiv ungerecht": Franz Ruland kritisiert scharf. Bessere Karten für ostdeutsche Rentner? Franz Ruland, Ex-Chef der Rentenversicherung, kritisiert das (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bessere Karten für ostdeutsche Rentner? Franz Ruland, Ex-Chef der Rentenversicherung, kritisiert das (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Als "massiv ungerecht" bezeichnet der Ex-Chef der Rentenversicherung, Franz Ruland, das derzeitige System der Altersabsicherung in Deutschland. Ihn stört, dass Ostdeutsche für den gleichen Lohn mehr Rente bekommen. Hintergrund ist, dass die Bezüge nach der Wiedervereinigung angeglichen werden sollen. Um die niedrigeren Löhne in der DDR auszugleichen, werden seitdem die Ost-Löhne hochgewertet.

Deutlich höhere Ansprüche bei gleichem Verdienst

Ruland sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", er plädiere dafür, "nach mehr als 20 Jahren nach der Wiedervereinigung 2015 die aktuellen Rentenwerte zu vereinheitlichen und die Hochwertung der Arbeitsverdienste in den neuen Bundesländern abzuschaffen".

Denn das führe zu ständig steigenden Transferleistungen in den Osten. Zudem würden Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern bei gleichem Verdienst wie West-Kollegen schon heute "deutlich höhere Rentenansprüche" erwerben. Gleichwohl sei im Westen die betriebliche Altersvorsorge deutlicher besser ausgestaltet.

West-Ost-Transfer: Mehr als 140 Milliarden Euro

Ruland, der damals das System der Rentenangleichung aufgebaut hatte, macht sich trotz seiner jetzigen Kritik selbst wenig Vorwürfe. Einzige Ausnahme: Er habe damals nicht stark genug darauf gedrängt, den West-Ost-Transfer aus Steuermitteln statt von Versicherten und Arbeitgebern bezahlen zu lassen.

Dieser Transfer habe seit 1990 eine Summe von mehr als 140 Milliarden Euro erreicht. Allein 2013 flössen über 15 Milliarden, bis 2025 gebe es einen Anstieg auf 22 Milliarden Euro jährlich.

Der jetzige Präsident der Rentenversicherung, Herbert Rische, hatte dagegen jüngst gefordert, eine endgültige Anpassung der Renten zu beschleunigen. Dann müsse man diese Frage so nicht mehr diskutieren.

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