Sie sind hier: Home > Finanzen > Altersvorsorge > Riester-Rente >

DGB fordert Aus für Riester-Rente

Daumen runter  

DGB fordert Aus für Riester-Rente

17.07.2013, 10:14 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

DGB fordert Aus für Riester-Rente. Gerade Geringverdiener können sich die Riester-Verträge oft nicht leisten (Quelle: dpa)

Gerade Geringverdiener können sich die Riester-Verträge oft nicht leisten (Quelle: dpa)

Daumen runter für die Riester-Rente: Im Zuge der Debatte über die steigende Gefahr der Altersarmut in Deutschland hat der Deutsche Gewerkschaftsbund die Verschwendung von Steuer-Milliarden für Riester-Verträge harsch kritisiert. Angesicht der zuletzt geschrumpften Zahl von Riester-Verträgen fordert der DGB das Aus für die staatlich geförderte private Altersvorsorge. Es gebe eine deutlich bessere Alternative.

Für viele zu teuer

"Die Riester-Rente muss grundsätzlich auf den Prüfstand", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der "Berliner Zeitung". Das Instrument helfe nicht gegen Altersarmut, denn drei Viertel der Geringverdiener könnten sich eine Riester-Rente gar nicht leisten.

DGB: Demografiereserve aufbauen

"Es wäre deshalb besser, die Steuer-Milliarden, die bislang in den Versicherungen versickern, zielgenau gegen Altersarmut einzusetzen und zudem die betriebliche Alterssicherung stärker zu fördern", meinte Buntenbach. Die DGB-Funktionärin schlug vor, mit Hilfe höherer Rentenbeiträge eine Demografiereserve aufzubauen. Eine solche solidarische Vorsorge innerhalb der Rentenkasse sei der Privatvorsorge klar überlegen.

Befürworter der Riester-Rente argumentieren hingegen, dass Sparer bereits mit fünf Euro eine Riester-Berechtigung erwerben können. Den relativ kleinen Betrag sehen sie als gut angelegt an. Nach einem Beispiel von Rentenexperten des "Bayerischen Rundfunks" zahlt etwa eine arbeitslose Mutter mit drei Kindern monatlich fünf Euro ein. Mit den entsprechenden Zuschüssen befinden sich demnach nach einem Jahr 960 Euro auf ihrem Rentenkonto, obwohl die Frau nur 60 Euro eingezahlt habe.

Riester-Boom vorbei

Die Zahl der staatlich geförderten Riester-Rentenverträge war im ersten Quartal erstmals seit dem Start 2001 zurückgegangen. Ende März gab es mit etwa 15,65 Millionen Verträgen rund 27.000 weniger als Ende 2012, wie aus jüngst veröffentlichten Zahlen des Bundesarbeitsministeriums hervorgeht. Die Riester-Rente wurde eingeführt, um Abstriche bei der gesetzlichen Rente auszugleichen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal