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Rente: Mütter bekommen bis zu 30 Prozent weniger als kinderlose Frauen

Rund 30 Prozent Verlust  

Mütter haben bei der Rente das Nachsehen

13.10.2013, 07:15 Uhr | t-online.de, dpa

Rente: Mütter bekommen bis zu 30 Prozent weniger als kinderlose Frauen. Bei Rentnerinnen, die mehrere Kinder geboren haben, fallen die Altersbezüge deutlich niedriger aus als bei Altersgenossinnen ohne Nachwuchs (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei Rentnerinnen, die mehrere Kinder geboren haben, fallen die Altersbezüge deutlich niedriger aus als bei Altersgenossinnen ohne Nachwuchs (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Weniger Geld im Alter durch zahlreichen Nachwuchs: Mütter mit mehreren Kindern bekommen in der Bundesrepublik angesichts geringerer Einzahlungen bis zu rund 30 Prozent weniger Rente als kinderlose Frauen. Das berichten die Dortmunder "Ruhr-Nachrichten". Demnach müssen vor allem kinderreiche Seniorinnen im Westen mit stark verminderten Altersbezügen auskommen.

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Altersbezüge teils drastisch vermindert

Das gehe aus den Antworten der Bundesregierung auf eine Parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor, schreibt die Zeitung. Demnach betrug der durchschnittliche Rentenzahlbetrag für kinderlose Frauen im vergangenen Jahr 651,45 Euro, bei Müttern von vier Kindern waren es dagegen nur 456,31 Euro. Ruheständlerinnen mit ein, zwei oder drei Kindern kamen im Schnitt auf Rentenzahlbeträge von 602,09 Euro, 536,38 Euro beziehungsweise 482,32 Euro.

"Bundesweit ist eine Verminderung des durchschnittlichen Zahlbetrags mit zunehmender Kinderzahl zu beobachten", erklärte Hans-Joachim Fuchtel (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundessozialministerium, in seiner Antwort auf die Anfrage. In den neuen Bundesländern falle diese Verminderung "vergleichsweise moderat" aus, in den alten Bundesländern dafür "umso deutlicher".

Ost-Mütter weniger betroffen

Dies lasse sich mit dem regional unterschiedlichen Erwerbsverhalten von Müttern der heutigen Rentengeneration erklären. "Anders als im Osten wurde die Erwerbstätigkeit nach der Geburt eines Kindes typischerweise für eine längere Zeitspanne unterbrochen, wenn nicht gar beendet", erläuterte Fuchtel.

Hintergrund der starken Differenz zwischen den Bezügen von Müttern und kinderlosen Frauen im Ruhestand: Bislang bekommen Mütter für vor 1992 geborene Kinder einen Punkt für die Rente gutgeschrieben. Für Kinder nach 1992 gibt es drei Punkte.

Politik will Bezüge anpassen

Die Politik sieht hier Handlungsbedarf: Die Union will die Rente von Müttern erhöhen, die vor 1992 Kinder zur Welt gebracht haben, die Linksfraktion fordert eine volle Gleichstellung. "Kinder als Altersarmutsrisiko, das darf nicht sein. Die Mütterrentenangleichung muss kommen", sagte der stellvertretende Linke-Fraktionschef Klaus Ernst den "Ruhr Nachrichten".

Sie sähe dank einer prall gefüllten Rentenkasse Spielraum für eine Anpassung, sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen der "Rheinischen Post" noch vor der Bundestagswahl. Demnach sollen "Mütter, auch die, die heute schon in Rente sind, einen weiteren Punkt erhalten, was etwa zusätzlichen 28 Euro pro Monat bei der Rente entspricht".

Neuregelung würde Milliarden kosten

Diese Neuregelung würde den Staat jährlich 6,5 Milliarden Euro kosten. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln müsste dabei sogar mit einer Mehrbelastung von rund zwölf Milliarden Euro im Jahr gerechnet werden - was nach Ansicht der Experten wiederum bis zu 100.000 neue Jobs verhindern würde.

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