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Der Ost-Experte der Union, Arnold Vaatz, warnt vor einer raschen Angleichung der Rentensysteme.

Rentenangleichung  

CDU-Politiker warnt vor Nachteilen für Osten

14.11.2013, 07:02 Uhr | rtr, dpa

Der Ost-Experte der Union, Arnold Vaatz, warnt vor einer raschen Angleichung der Rentensysteme.. Die SPD plädiert für eine Rasche Angleichung der Rentensystem in Ost und West (Quelle: dpa)

Die SPD plädiert für eine Rasche Angleichung der Rentensystem in Ost und West (Quelle: dpa)

Der Ost-Experte der Unionsfraktion im Bundestag, Arnold Vaatz, hat vor einer raschen Angleichung der Rentensysteme in Ost und West gewarnt. Eine solche Reform fordern insbesondere die Sozialdemokraten. Eine Angleichung sei zwar gut für die Rentner im Osten, aber schlecht für die Arbeitnehmer, erläuterte der CDU-Politiker in der "Sächsischen Zeitung". Denn die derzeit bezogenen Renten würden zwar steigen, die Anwartschaften auf künftige Renten aber durch den Wegfall der sogenannten Höherwertung der Ost-Einkommen sinken. Für das Jahr 2014 könnten die deutschen Rentner nach ersten Berechnungen der Regierung zwei Prozent mehr Geld bekommen.

Nachteil für heutige Arbeitnehmer und Beitragszahler

"Die Rentenerhöhung ginge zulasten der heutigen Arbeitnehmer und Beitragszahler. Sie können nämlich in den kommenden Jahren nicht so hohe Rentenansprüche erwerben, wenn die Höherwertung wegfällt", erläuterte Vaatz.

Bei der Berechnung der Renten in Ostdeutschland gilt einerseits ein niedrigerer Rentenwert als im Westen. Andererseits werden die Einkommen im Osten bei der Berechnung der Rentenansprüche hochgewertet, um das niedrigere Lohnniveau auszugleichen.

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Rentenangleichung nur in kleinen Schritten

Dem Regierungsbericht zufolge kommt die Angleichung des Rentenwertes im Osten an den Westen in den kommenden Jahren nur langsam voran. Derzeit ist ein Rentenpunkt - ein Durchschnittsverdiener erwirbt in 45 Arbeitsjahren 45 Rentenpunkte - im Osten 25,74 Euro wert und im Westen 28,14 Euro. Das sind 91,5 Prozent des West-Wertes.

Wenn die Rentenerhöhung nicht anders ausfällt als derzeit angenommen, stiege dieser Wert 2014 auf 91,6 Prozent und würde 91,9 Prozent im Jahr 2017 erreichen.

Mehr Geld für Rentner

Derweil können die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland können nach ersten Berechnungen der Bundesregierung 2014 mit gut zwei Prozent mehr Geld rechnen. Dies geht aus dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Rentenversicherungsbericht hervor, der in der kommenden Woche vom Kabinett verabschiedet werden soll. Demnach geht die Bundesregierung davon aus, dass die Renten zum 01. Juli 2014 im Westen Deutschlands um 2,13 Prozent und im Osten um 2,25 Prozent steigen könnten.

Der Rentenversicherungsbericht wird jedes Jahr von der Bundesregierung vorgelegt. Die Berechnungen zur Rentenanhebung 2014 sind nur vorläufig. Festgelegt wird die Höhe im März. Entscheidend dafür ist, wie stark die Löhne in diesem Jahr steigen. Zum 01. Juli 2013 waren die Renten im Westen um 0,25 Prozent und im Osten um 3,29 Prozent angehoben worden.

Beitragssenkungen noch ohne Einfluss

Die in den Koalitionsverhandlungen diskutierten neuen Ausgabenvorhaben der Rentenversicherung wie auch der voraussichtliche Verzicht auf eine Beitragssenkung im kommenden Jahr haben noch keinen Einfluss auf die Rentenerhöhung 2014. Dem Bericht zufolge müsste der Beitragssatz für 2014 auf 18,3 von 18,9 Prozent gesenkt werden, da die Rücklagen der Rentenkasse Ende 2013 voraussichtlich ein Rekordhoch von 31 Milliarden Euro erreichen.

In den Koalitionsverhandlungen wird aber erwogen, darauf zu verzichten, um Ausgaben für eine höhere Mütterrente, höhere Erwerbsminderungsrenten und eine Aufstockung der Renten von Geringverdienern zu finanzieren.

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