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Rente: Neues System soll Mindestrente von 1000 Euro garantieren

Vorstoß gegen Altersarmut  

Neues Modell sichert Mindestrente von 1000 Euro zu

27.11.2013, 11:31 Uhr | t-online - sia, mit Material von AFP

Rente: Neues System soll Mindestrente von 1000 Euro garantieren. Mit einer Grundrente von 1000 Euro im Monat stünden viele Senioren in Deutschland besser da als bisher

Mit einer Grundrente von 1000 Euro im Monat stünden viele Senioren in Deutschland besser da als bisher

Eine garantierte Rente von 1000 Euro - für viele Ruheständler in Deutschland wäre das eine enorme Verbesserung. Drei Professoren haben jetzt ein Modell präsentiert, das jedem Senior hierzulande Mindestbezüge in dieser Höhe zusichert. Das berichtet der "Focus". Demnach soll ein neues und einfach zu durchblickendes Rentensystem die Bürger davor bewahren, in die Altersarmut abzurutschen.

"Es ist höchste Zeit für eine grundlegende Erneuerung des deutschen Rentenversicherungssystems und damit für einen neuen Generationenvertrag", zitiert das Magazin Hans-Peter Schwintowski, Professor für Wirtschaftsrecht in Berlin.

Neues Konzept soll dem Staat Billionen sparen

Gemeinsam mit Raimond Maurer, Professor für Finanzwirtschaft, und dem Rechtswissenschaftler und Mediator Stephan Breidenbach hat sich Schwintowski dem Bericht zufolge ein Rentensystem ausgedacht, das nicht nur die Ruheständler mit höheren Bezügen versorgt. Zudem könne der Staat mit dem neuen Konzept bis zum Jahr 2070 etwa 4,2 Billionen Euro sparen.

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Der Vorstoß sehe für jeden Bürger ab 65 bis 70 Jahren eine Grundversorgung von 500 Euro vor, die aus Steuern finanziert werden, schreibt der "Focus". Zusätzlich erhielten Rentner noch einmal 500 Euro aus einem Ansparmodell, das von Geburt an laufen soll. Der Gesamtbetrag wird nach der Idee der Experten jährlich angepasst, um die Folgen der Inflation abzufangen.

Höhere Versorgung gesichert

Die Vorteile: Die Bürger könnten sicher mit 1000 Euro im Alter rechnen. Außerdem würden die Rentenbeiträge der Beschäftigten stark sinken, da nur noch 500 Euro pro Ruheständler finanziert werden müssten, heißt es in dem Bericht. Berufstätige könnten das höhere Netto-Entgelt für das private Sparmodell einsetzen, wie es den Professoren vorschwebt.

Immerhin blieben den Beschäftigten mehr als sechs Jahrzehnte, um aus einem kleinen Geldbetrag eine lebenslange private Rente in Höhe von 500 Euro oder nach Möglichkeit mehr aufzubauen, erklärten die Entwickler des Konzepts der Zeitung.

OECD-Studie alarmiert

Handlungsbedarf besteht auf jeden Fall: Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kam jetzt erst zu dem Ergebnis, dass deutsche Rentner im internationalen Vergleich in Zukunft schlecht dastehen werden. Die Bezüge der Senioren werden demnach bei 55 bis 57 Prozent ihres durchschnittlichen Einkommens vor dem Renteneintritt liegen. Das Rentenniveau von Geringverdienern sei mit 55 Prozent niedriger als in allen anderen OECD-Staaten.

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Gegenüber dem durchschnittlichen Bruttoeinkommen liegt der Wert laut OECD-Analyse sogar nur bei 42 Prozent. Dies liegt daran, dass die Einkommen hierzulande während der Erwerbszeit höher besteuert und mit Abgaben belegt werden. Die Angaben beziehen sich auf Arbeitnehmer, die im Jahr 2012 ins Berufsleben gestartet sind und bis zum regulären Renteneintritt Beiträge bezahlen.

Rente reicht nicht zum Leben

Derzeit sind indes knapp 465.000 Senioren laut dem Statistischen Bundesamt auf das Sozialamt angewiesen, weil ihre Altersbezüge nicht zum Leben reichen. Und laut der Deutschen Rentenversicherung lag jede zweite Rente in Deutschland 2012 unter 700 Euro im Monat und damit unter der Summe, die Senioren als Grundsicherung im Alter inklusive Heizung und Miete zusteht.

Darüber hinaus haben die Deutschen nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach im Auftrag der Postbank die private Altersvorsorge aufgegeben. Knapp die Hälfte von insgesamt 1553 Befragten will der Befragung zufolge die persönliche Altersvorsorge nicht mehr ausbauen. Damit ist der Wert auf seinen höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen.

Rentenlücke größer als gedacht

Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Laut einer Studie der Universität Bochum ist die Rentenlücke in Deutschland größer als bisher angenommen. Um ihren Lebensstandard zu sichern, fehlen den Ruheständlern demnach im Durchschnitt 350 Euro pro Monat netto mehr als bisher geschätzt.

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