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Expertin warnt vor Einbußen: Viele Frauen haben von der Mütterrente nichts

Expertin warnt  

Viele Frauen haben von der Mütterrente nichts

26.01.2014, 09:24 Uhr | AFP , t-online.de

Expertin warnt vor Einbußen: Viele Frauen haben von der Mütterrente nichts. Die Mütterrente kostet Milliarden Euro - aber offenbar wird nicht jede betroffene Frau davon profitieren (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Rentnerinnen in Deutschland haben einem Bericht zufolge nichts von der Mütterrente (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Durch die geplante Mütterrente will die Bundesregierung Frauen mit vor 1992 geborenen Kindern besserstellen. Gegner der Reform kritisierten bisher die hohen Kosten für das Extra - mehr als sechs Milliarden Euro im Jahr. Doch offenbar hätten viele betroffene Frauen noch nicht einmal etwas davon: Nach einem Bericht des "Focus" müssten sie schlimmstenfalls Einbußen hinnehmen. Frauen mit geringem Alterseinkommen könnten sogar ganz leer ausgehen, sagte die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater, Marina Herbrich, dem Magazin.

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"Gerade ärmere Rentnerinnen, die in der Grundsicherung sind, haben wegen der vorgesehenen Verrechnung keinen Cent mehr", sagte Herbrich dem "Focus". Auch bei Frauen, die eine Witwenrente erhalten, würde der zusätzliche Rentenpunkt für Kindererziehung als Einkommen angerechnet.

"Das hat zur Folge, dass die Witwenrente gekürzt würde. Damit haben die Mütter nicht die angekündigten 28 Euro mehr im Portemonnaie", erläuterte die Expertin. Geregelt werden müssten auch mögliche Folgen auf den Versorgungsausgleich bei geschiedenen Rentnern.

Unterschiede bei heutigen und zukünftigen Rentnern

Die Anpassung führe laut Herbrich zu unterschiedlichen Ergebnissen bei heutigen und künftigen Rentnern, heißt es in dem Bericht. "Wer am 30. Juni schon Rente bekommt, wird anders behandelt als Mütter, die erst danach in Rente gehen“, sagte die Rentenexpertin dem Magazin.

Es werde geprüft, ob der mögliche Höchstwert in der Rentenversicherung nicht schon durch eigene Beiträge ausgeschöpft sei. "Wer etwa 1990 im Monat 6300 Mark oder mehr verdient hat, erhält keinen Zuschlag für Kindererziehung“, wird Herbrich zitiert. Betroffene, die bereits am 30. Juni 2014 in Rente sind, bekämen jedoch nach den bisherigen Plänen in jedem Fall den vollen pauschalen Zuschlag.

Mehr als acht Millionen Frauen betroffen

Die Mütterrente soll zum 1. Juli 2014 eingeführt werden. Für jedes Kind gibt es dann einen zusätzlichen Entgeltpunkt bei der Rentenberechnung, die Betroffenen erhalten damit in Zukunft zwei Rentenpunkte. Anspruchsberechtigt sind etwa 8,7 Millionen Frauen und rund 150.000 Männer.

Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums zufolge verursacht die Mütterrente die größten Kosten im Rahmen der Rentenreform. Im Westen steigt die Rente dadurch um monatlich gut 28 Euro, im Osten um knapp 26 Euro. Die Mehrausgaben belaufen sich laut Gesetzentwurf auf zunächst 6,7 Milliarden Euro im ganzen Jahr.

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