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Rente mit 63 und Mütterrente: Rentenreform bremst wohl Erhöhungen

240 Euro pro Jahr  

Geplante Rentenreform bremst Rentenerhöhungen

12.03.2014, 12:11 Uhr | AFP , t-online.de , dpa

Rente mit 63 und Mütterrente: Rentenreform bremst wohl Erhöhungen. Die Vorteile für einige Rentner werden für die übrigen Senioren teuer (Quelle: imago/mcfoto)

Die Vorteile für einige Rentner werden für die übrigen Senioren teuer (Quelle: imago/mcfoto)

Nicht nur die Beitragszahler, sondern auch die Rentner werden für das Rentenpaket kräftig geschröpft. Die höheren Altersbezüge für langjährig Versicherte und Mütter müssten die übrigen Rentner in Form geringerer Altersbezüge mitbezahlen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Demnach gingen einem Rentner, der heute 1500 Euro monatlich erhält, ab 2016 Rentenzuwächse im Wert von gut 240 Euro pro Jahr verloren.

Dem Bericht zufolge könnten Rentner nach einem Plus von 2,8 Prozent im Jahr 2014 eigentlich in den beiden kommenden Jahren mit Zuwächsen von 3,55 und 3,2 Prozent rechnen. Wegen der Rentenreform fielen diese aber mit plus 2,45 und 2,98 Prozent deutlich bescheidener aus.

Umgekehrt bringt die Erweiterung der Mütterrente den Betroffenen laut "Handelsblatt" weniger als von der Regierung angegeben. "Mütter, die ihre Kinder vor 1992 bekommen haben, erhalten pro Kind und Jahr über 300 Euro mehr Rente", heißt es demnach im Internet auf der Werbeplattform des Bundesarbeitsministeriums zur Rentenreform. Tatsächlich müssten die Mütter einen Teil davon aber selbst bezahlen, zitiert das Blatt den IfW-Experten Alfred Boss. Das Rentenplus falle daher zum Teil fast hundert Euro geringer aus.

Ruheständler zahlen 55 Milliarden für Nahles' Rentenpaket

Nach Berechnungen der Arbeitgeber werden die Rentensteigerungen als Folge des Rentenpakets derweil bis 2030 insgesamt um rund 55 Milliarden Euro geringer ausfallen als nach geltendem Recht.

Die Rentner trügen damit ein Drittel der Gesamtkosten von mehr als 160 Milliarden Euro der geplanten Leistungsverbesserungen für Mütter, langjährig Versicherte und Erwerbsgeminderte. "Von den heutigen Rentnern werden mehr über die geringeren Rentenanpassungen finanziell belastet als durch die zusätzlichen Mütterrenten besser gestellt", zitierte die "Welt" aus einem Papier der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Wie das Blatt weiter berichtete, sinkt das Rentenniveau durch die geplanten Leistungsausweitungen noch stärker als ohnehin geplant: Im Jahr 2020 werden dem Bericht zufolge nur noch 46,9 Prozent erreicht, bis 2030 sackt das Sicherungsniveau auf 43,7 Prozent vor Steuern ab, wie es heißt.

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