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Studie belegt: Deutschlands Wohlstand gerät in Gefahr

Folgen der Überalterung  

Deutschlands Wohlstand gerät in Gefahr

16.04.2014, 12:01 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Studie belegt: Deutschlands Wohlstand gerät in Gefahr. Mit den Folgen der Überalterung sinkt das Wohlstandsniveau der Bevölkerung (Quelle: dpa)

Mit den Folgen der Überalterung sinkt das Wohlstandsniveau (Quelle: dpa)

Viele Deutsche müssen sich offenbar auf schwierige Zeiten einstellen, ein Wohlstandsknick steht bevor. Eine breit angelegte Studie belegt: Durch die Rentenpolitik der großen Koalition werden die Renten-Beitragssätze der Beschäftigten in den nächsten Jahrzehnten steigen, während gleichzeitig das Rentenniveau noch stärker als bislang erwartet zurückgeht. Finanzexperte Bert Rürup zeigt aber auch einen Lösungsansatz.

Das Handelsblatt Research Institute (HRI) und die Prognos AG gaben im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Studie "Die Zukunft der Altersvorsorge vor dem Hintergrund von Bevölkerungsalterung und Kapitalmarktentwicklungen" in Auftrag.

Deutliche Beitragssatzanhebungen

"Deutschland steht an einem Wendepunkt. Denn die Anzahl der Beschäftigten und das Arbeitsvolumen werden bald von Jahr zu Jahr zurückgehen", erläuterte HRI-Präsident Bert Rürup. Das aktuelle Rentenpaket der großen Koalition missachtet die daraus resultierenden Herausforderungen: Eine im Trend ansteigende Rentenbezugsdauer für eine wachsende Anzahl von Rentnern lässt sich bei einer rückläufigen Erwerbstätigen-Zahl nur mit einem schrittweisen Anheben der Lebensarbeitszeit finanzieren - es sei denn, man ist bereit, Wachstumseinbußen und deutliche Beitragssatzanhebungen hinzunehmen", zitiert der GDV Rürup.

Dem Vorsorgeexperten zufolge wird der demografische Knick noch vor 2020 spürbar und verstärkt sich deutlich im Jahr 2030, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Bis zum Jahr 2050 werden dann von 100 Personen 61 bereits älter als 65 Jahre sein - und zahlen entsprechend keine Beiträge mehr ein.

"Die Bundesrepublik erlebt derzeit noch eine demografische Pause, die daher rührt, dass lediglich die relativ schwachen Nachkriegsjahrgänge in Rente gehen", sagte Rürup in der "Welt". Einen Ausweg aus der Misere sieht der Namensgeber der "Rürup-Rente" in einem altbewährten Modell: Betriebsrente und private Altersvorsorge.

Betriebliche Altersvorsorge statt höherer Löhne

Bei der Vorstellung der Studie sagte er voraus, dass die betriebliche Altersvorsorge in den nächsten Jahren eine "Renaissance" erleben werde. Als Begründung verwies er auf den zunehmenden Fachkräftemangel.

Vor diesem Hintergrund komme es Betriebe günstiger, dem beworbenen Mitarbeiter eine betrieblichen Altersvorsorge anzubieten, als entsprechend einen höheren Lohn zu zahlen. Die deutschen Betriebsrenten seien die sichersten der Welt.

Rentenniveau sinkt stärker als erwartet

Die Studie kommt außerdem zu dem wenig überraschenden Ergebnis, dass die Rentenbeiträge durch die aktuelle Rentenpolitik der schwarz-roten Bundesregierung in den nächsten Jahren steigen und das Rentenniveau gleichzeitig stärker zurückgehen werde als erwartet.

Als Folge der Mütterrente und der abschlagsfreien Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren dürfte der Beitrag bis 2030 auf 22,7 Prozent steigen und bis 2050 auf etwa 25 Prozent, so die Berechnungen. Die schwarz-rote Rentenpolitik drehe Erfolge der Rentenreformen der vergangenen 10 bis 20 Jahre zurück. Der GDV warf der Bundesregierung vor, das derzeitige "demografische Zwischenhoch für langfristige Leistungsausweitungen zu "missbrauchen".

Kapitalgedeckte Altersvorsorge unverzichtbar

Rürup und die Versicherer warben für den Ausbau der kapitalgedeckten - der betrieblichen und der privaten - Altersvorsorge. Die Förderhöchstbeträge im Rahmen der Riester-Rente sollten angehoben und künftig dynamisch angepasst werden. Sie lägen seit zwölf Jahren bei 2100 Euro. Grundsätzlich aber bleibe eine Mischform aus Umlage- und Kapitaldeckung der "richtige Weg". Daran ändere auch die derzeitige Niedrigzinsphase nichts.

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