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Zoff um Rente mit 63: Arbeitgeber laufen Sturm gegen Mehrausgaben

Weiter Zoff um Rentenpaket  

Arbeitgeber laufen Sturm gegen Mehrausgaben

30.04.2014, 08:13 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Zoff um Rente mit 63: Arbeitgeber laufen Sturm gegen Mehrausgaben. Durch die Pläne der Großen Koalition können viele ältere Arbeitnehmer vorzeitig in den Ruhestand gehen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Durch die Pläne der Großen Koalition können viele ältere Arbeitnehmer vorzeitig in den Ruhestand gehen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Arbeitgeber laufen weiter Sturm gegen das Rentenpaket der Großen Koalition. "Die Mehrausgaben der Rentenversicherung durch das Rentenpaket werden für lange Zeit höher liegen als die Einsparungen durch die Rente mit 67", heißt es nach einem Bericht der "Passauer Neuen Presse" in einer Stellungnahme der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Die meisten Beitragszahler würden von den zusätzlichen Leistungen nicht profitieren, müssten sie aber über deutliche höhere Beiträge und geringere Renten bezahlen. "Die meisten Beitragszahler sind Verlierer des Rentenpakets."

"Sündenfall der Großen Koalition"

Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Rainer Dulger, bezeichnete das Rentenpaket in der Zeitung als "Sündenfall" der Großen Koalition. "Hier werden neue Sozialleistungen verteilt, die unsere Kinder bis zu 233 Milliarden Euro kosten werden. Sie selbst werden aber nie in den Genuss dieser Leistungen kommen."

Das sei eine schreiende Ungerechtigkeit. "Wir verspielen jetzt mit einem Federstrich, was wir uns mit den Reformen der letzten zehn Jahre mühsam aufgebaut haben."

Weiter Ärger wegen Kalter Progression

Dulger forderte auch eine Abschaffung der sogenannten Kalten Progression im Steuerrecht. Die Beschäftigten bräuchten mehr Netto vom Brutto. "Wenn der Staat die Kalte Progression nicht abschafft, werden wir immer höhere Lohnforderungen und immer härtere Tarifauseinandersetzungen erleben."

DGB warnt vor Aufweichung der Pläne

Derweil hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Große Koalition aufgefordert, beim Mindestlohn und der abschlagfreien Rente mit 63 Jahren Wort zu halten. Er könne nur jeden warnen, der die Regelungen aufweichen oder zur Disposition stellen wolle, sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Die Gewerkschaften werden entschlossen reagieren, wenn die Abmachungen nicht eingehalten werden. Dann ist mit massivem Widerstand zu rechnen." Sommer sagte auch, dass eine vernünftige Lösung ohne eine Anrechnung der Arbeitslosenzeiten nicht denkbar sei.

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