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Statt Rente mit 63: Blüm fordert Abschaffung der Altersgrenze

Ex-Minister zur Rente  

Blüm fordert Abschaffung der Altersgrenze

19.05.2014, 10:25 Uhr | t-online.de

Statt Rente mit 63: Blüm fordert Abschaffung der Altersgrenze. Norbert Blüm ist gegen "Einheitslösungen" bei der Rente (Quelle: imago/Müller-Stauffenberg)

Norbert Blüm ist gegen "Einheitslösungen" bei der Rente (Quelle: imago/Müller-Stauffenberg)

Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm, der einst vollmundig die Sicherheit der Rente versprach, fordert nun eine Abschaffung des gesetzlichen Eintrittsalters. Blüm äußerte sich in einem Bericht des "Spiegel". Das Nachrichtenmagazin berichtet in seiner aktuellen Ausgabe (21/2014) zudem, dass die Große Koalition ein solches flexibles Modell noch in dieser Legislaturperiode einführen will.

"Wir brauchen keine starre Altersgrenze, die den Menschen vorschreibt, wann das Erwerbsleben endet", sagte Blüm dem "Spiegel". Es müsse nur ein Alter festgelegt werden, ab dem jeder das Recht auf seine volle Rente habe. Gehe ein Arbeitnehmer früher in den Ruhestand, müsse er Abschläge in Kauf nehmen. Wer länger arbeite, könne seine Rente erhöhen.

Der dritte Lebensabschnitt eigne "sich nicht für Einheitslösungen", so Blüm. Der CDU-Sozialpolitiker forderte mehr differenzierte und gleitende Übergänge in den Ruhestand. Allerdings setze dies voraus, dass sich Menschen überhaupt ein flexibles Rentensystem erlauben könnten. "Wenn das Rentenniveau so absinkt wie geplant, ist die ganze Diskussion ,heiße Luft'", sagte Blüm.

Drei Vorschläge, um die Rente flexibler zu gestalten

Wie der "Spiegel" aus Koalitionskreisen erfuhr, ist ein flexibler Renteneintritt auch Thema in der Bundesregierung. Eine Arbeitsgruppe der Bundestagsfraktionen von Union und SPD solle dazu in der zweiten Jahreshälfte nach Lösungen suchen.

Mehrere Vorschläge stünden im Raum. So wolle die Koalition darüber beraten, die Zuverdienstgrenzen für Vorruheständler anzuheben. Außerdem soll diskutiert werden, ob Unternehmen Angestellte jenseits der gesetzlichen Regelaltersgrenze künftig auch befristet weiterbeschäftigen dürfen. Schließlich solle geprüft werden, Arbeitgeber von der Zahlung des Beitrages zur Rentenversicherung zu befreien, wenn sie einen Ruheständler beschäftigen.

Vor allem der Wirtschaftsflügel der Union hatte im Streit um die abschlagsfreie Rente mit 63 auf eine Flexibilisierung des Renteneintritts gedrängt. Am Montag wollen die Fraktionen von Union und SPD eine Lösung im Streit um die Rente mit 63 finden.

Weiterbeschäftigung im Alter könnte viel Geld bringen

Nach Berechnungen des Ökonomen Reinhold Schnabel von der Universität Duisburg- Essen könnten rund 1,1 Milliarden Euro zusätzlich in die Sozialkassen fließen, sollte es gelingen, rund 100.000 Durchschnittsverdiener ein Jahr lang über die gesetzliche Altersgrenze hinaus zu beschäftigen, heißt es in dem Bericht weiter. Die Steuereinnahmen würden sich um mindestens 330 Millionen Euro erhöhen.

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